Kurzbeschreibung Pflanzen T - mein Pflanzen Bilder Buch

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Kurzbeschreibung Pflanzen T

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Taubenkropf-Leimkraut - Silene vulgaris (inflata) 



weitere Bezeichnungen:
gewöhnliches oder aufgeblasenes Leimkraut,
Taubenkropf, Feld- oder Wiesenspinat

Blütengröße/Blütezeit:
1,6 bis 1,8 cm; Mai bis August

Pflanzengröße:
40 bis 90 cm

weitere/ähnliche Arten:
nickendes Leimkraut (Silene nutans)
weltweit 400 Arten

Vorkommen:
trockener, kalkhaltiger Boden
grasbewachsene Stellen, Wegränder, Waldränder
Feld- und Straßenränder

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Zucker, Schleimstoffe, Saponine (Wurzel)
Vitamin C
Volksmedizin: Stoffwechsel anregend,
Eine Seifenlauge aus den Wurzeln des
Taubenkropfleimkrauts soll bei Hauterkrankungen helfen.

Tausendgüldenkraut echtes -
Centaurium erythraea (minus) 



weitere Bezeichnungen:
Hundertgüldenkraut, Millijöntouznkrut, Wundkraut
Gottesgnadenkraut, Gallkraut, Biefer(Fieber)-Kraut
Schmeckeblume, Tollhundskraut, Verschreikräutl,
Erdgalle, Laurin, Sinögge, u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit:
ca. 1,5 cm; Juni bis September

Pflanzengröße:
10 bis 40 cm

weitere/ähnliche Arten:
kleines Tausengüldenkraut (Centaurium pulchellum)

Vorkommen: kalkhaltiger, sandiger, trockener Boden
trockene grasbewachsene Stellen,
Wegränder, Böschungen, Heidegebiete

geschützt/RL

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, ätherische Öle, Zucker
Volksmedizin: bei Zuckerkrankheit, allgemein bei
Leber- Galle Krankheiten, Magenschwäche,
stärkt das Immunsystem

Geschichtliches:
Im Mittelalter wurde das Tausendgüldenkraut als
Schutz vor Hexen und Dämonen verwendet.
Das Tausendgüldenkraut ist ein altes Heikraut, welches
gegen Brustkrankheiten nach Hippokrates verwendet
wurde. Dioskorides und Galen bezeichnen
das Tausengüldenkraut als „Kentaurion to mikron”,
bei Plinius heißt es „fel terrae”.

Sand (Feld)-Thymian - Thymus serpyllum 



weitere Bezeichnungen:
Quendel, Feldkümmel, Gundel, Kunela, Kandlkraut
Kümmlingskraut, Chölm, Zimis, u. a.

Blütengröße/Blütezeit:
nur ca. 7 mm; Mai bis Oktober

Pflanzengröße:
5 bis 30 cm kriechend

weitere/ähnliche Arten:
Thymian gewöhnlicher
(Thymus pulegioides, Arznei-Thymian)

Echter Thymian
(Thymus vulgaris - Garten Thymian, nur
teilweise unbeständig verwildert)

und verschiedene Kultur-Arten

Vorkommen:
sandiger Trockenrasen, trockene Kiefernwälder
trockene Wegränder, Böschungen,
leider selten geworden

geschützt/RL

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: ätherische Öle mit p-Cymol, Thymol
Pinene, Carvacrol; Gerbstoffe, Flavone u.v.a.

-> kann wie der echte Tymian als Gewürz verwendet
    werden (da er seltener auftritt,
sollte man ihn schonen)

Volksmedizin:
auswurffördernd bei Husten; magenstärkend
äußerlich durchblutungsfördernd, antibakteriell
Naturheilverfahren: in allen
Schulmedizin: Präparate in der Apotheke

Geschichtliches:
Der Sand-Thymian ist eine alte Heilpflanze. Dioskurides
erwähnte den Sand-Thymian bereits. Damals wurde
der Sand-Thymian besonders bei Frauenleiden gebraucht.
Im Aberglauben der Menschen spielte der Sand-Thymian
verschiedene Rollen, Glück bringend im osteuropäischen
Raum, und in England und Frankreicht hatte der Sand-Thymian
einen eher schlechteren Ruf.

Tollkirsche - Atropa belladonna 

 

weitere Bezeichnungen:
Dollwurz, Deiwelskirsche, Irrbeere, Giftkriesi,
Sautod, Schlafkirschen, u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit:
2,5 bis 3 cm lang
Juni bis September

Pflanzengröße:
1 bis 2 m

Früchte:
schwarze giftige Beeren
-> Vögel vertragen das Gift

weitere/ähnliche Arten:
optisch keine ähnliche, aber es gibt sehr viele Arten
von Nachtschattengewächsen wie auch
unsere geliebte Kartoffel oder Tomate

Vorkommen:
halbschattige Standorte, kalkhaltiger Boden,
Böschungen, Waldränder

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: L-Hyoscyamin, Atropin, Scopolamin,
Belladonnin, u.v.a.
Wirkung: krampflösend
Volksmedizin: Rauchpulver gegen Asthma
Naturheilverfahren: Homöopathie
(Erkältungen Infektionsfieber besonders bei Scharlach
oder Angina, Epilepsi, Keuchhusten u.v.m.)
Schulmedizin: rezeptpflichtige Präparate

Geschichtliches:
Der giftige Saft der schwarzen Tollkirschen Beere wurde
früher von den Frauen dazu verwendet,
die Pupillen zu vergrößern (das galt als „schön”).
Im 15. Jahrhundert wurde die Giftigkeit der Tollkirsche
verzeichnet.
1831 wurde aus der Tollkirsche das Atropin isoliert.
Im Mittelalter war die Tollkirsche ein Teil der
berüchtigten „Hexensalben”.

Topinambur - Helianthus tuberosus 



weitere Bezeichnungen:
Erdbirne, Jerusalem-Artischocke,
langer Heinrich, Indianer-Kartoffel
-> Kulturpflanze

Blütengröße/Blütezeit:
bis 10 cm; August bis Oktober

Pflanzengröße:
bis 3 m

Früchte:
Wurzel

weitere/ähnliche Arten:

Vorkommen:
Ufersäume, Schuttplätze, Gärten
-> Neophyt seit 1827

eßbare Pflanzenteile

Verwendung:
Wurzel
Inhaltsstoffe: die Wurzel hat reichlich Mineralien,
Kalium, Eisen, viel Inulin, Salicylsäure, Polyphenole
-> sie ist hervorragend für Diabetiker geeignet
-> Bindung von Darmgiftstoffen, Schutz vor Darm-
   erkrankungen (z. B. auch krebsartiger Veränderungen)

Geschichtliches:
Die kanadischen Topinambus-Indianer bauten
den Topinambur bereits an. Etwa 1600 gelangte
der Topinambur nach Europa und wurde verbreitet
in Frankreich als Knollengemüse verzehrt,
bevor er von der Kartoffel verdrängt wurde.

Tulpenbaum echter - Liriodendron tulipifera 



-> amerikanischer Tulpenbaum

Blütengröße/Blütezeit:
bis ca. 10 cm,  Mai bis Juli

Pflanzengröße:
bis 25 m hoch

weitere/ähnliche Arten:
Chinesischer Tulpenbaum
(Liriodendron chinense)

Vorkommen:
Nordamerika
in Europa nur in Parkanlagen (Kultur)
Fundort: Reinhardshausen (Hessen)

Geschichtliches:
Bis vor der letzten Eiszeit war der Tulpenbaum
auch in Europa beheimatet.
Der nordamerikanische Tulpenbaum wurde
im 17. Jh. nach Europa gebracht.
Lange hielt man diesen Tulpenbaum für die einzige
noch vorkommende Art, bis man 1875 in Zentralchina
eine zweite Art des Tulpenbaums entdeckte.

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