Kurzbeschreibung Pflanzen T - mein Pflanzen Bilder Buch

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Kurzbeschreibung Pflanzen T

Pflanzen Steckbriefe > Steckbriefe R - Z
Tausendgüldenkraut echtes -
Centaurium erythraea (minus) 



weitere Bezeichnungen:
Hundertgüldenkraut, Millijöntouznkrut, Wundkraut
Gottesgnadenkraut, Gallkraut, Biefer(Fieber)-Kraut
Schmeckeblume, Tollhundskraut, Verschreikräutl,
Erdgalle, Laurin, Sinögge, u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit:
ca. 1,5 cm; Juni bis September

Pflanzengröße:
10 bis 40 cm

weitere/ähnliche Arten:
kleines Tausengüldenkraut (Centaurium pulchellum)

Vorkommen: kalkhaltiger, sandiger, trockener Boden
trockene grasbewachsene Stellen,
Wegränder, Böschungen, Heidegebiete

geschützt/RL

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, ätherische Öle, Zucker
Volksmedizin: bei Zuckerkrankheit, allgemein bei
Leber- Galle Krankheiten, Magenschwäche,
stärkt das Immunsystem

Geschichtliches:
Im Mittelalter wurde das Tausendgüldenkraut als
Schutz vor Hexen und Dämonen verwendet.
Das Tausendgüldenkraut ist ein altes Heikraut, welches
gegen Brustkrankheiten nach Hippokrates verwendet
wurde. Dioskorides und Galen bezeichnen
das Tausengüldenkraut als „Kentaurion to mikron”,
bei Plinius heißt es „fel terrae”.

Teufelsabiss gewöhnlicher- Succisa pratensis 



weitere Bezeichnungen
Teufelwurz, Teufelsbiss
-> zur Namensherkunft:
Die im ersten Jahr ausgebildete Wurzel stirbt bei der Bildung der
seitlichen Wurzeln ab und sieht wie abgebissen aus.
So glaubten früher die Leute, diese Wurzel hätte der Teufel
abgebissen, weil er die Heilwirkung der Pflanze den Menschen nicht gönnte.

Blütengröße/Blütezeit
Einzelblütchen ca. 3 mm, die Köpfchen bis 2 cm, Juli bis Oktober

Pflanzengröße
bis 90 cm hoch

Vorkommen
Moor- und Mager-Wiesen (ungedüngt), Heidegebiete
kalkiger sauerer und wechselfeuchter Boden
-> der Teufelsabiss ist in manchen Bundesländern im Bestand
gefährdet und steht dort auf der Roten Liste

weitere/ähnliche Arten
Berg-Sandglöckchen (Jasione montana)
Kugel-Teufelskralle (Phyteuma orbiculare)

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung
Inhaltsstoffe
Iridoide, flavonoide, Saponine, Gerbstoffe, Tripertene
Volksmedizin
Der Teufelsabiss fand Verwendung bei Fieber, gegen Würmer, zur
Entwässerung und Blutreinigung, auch bei Atemwegserkrankungen.

Geschichtliches
Der Teufelsabiss war früher eine geschätzte Heilpflanze, die auch
als Zaubermittel verwendet wurde.
Die Wurzel des Teufelsabiss um den Hals getragen, sollte vor bösem Zauber schützen.


Ährige Teufelskralle - Phyteuma spicatum 



-> viele Heilpflanzen Präparate beinhalten die
afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens), die nicht
mit dieser Pflanze zu verwechseln ist!

weitere Bezeichnungen
Rapunzel

Blütengröße/Blütezeit
Ähre bis 10 cm lang, Mai bis Juli

Pflanzengröße
50 bis 80 cm

Vorkommen
Waldränder, Wiesenränder, Wegränder, halbschattige Stellen, Lichtungen

weitere/ähnliche Arten
Halbkugelige Teufelskralle (Phytheuma  hemisphaericum)
Schwarze Teufelskralle (Phytheuma nigrum)
 
eßbare Pflanze
-> eiweißreich und schmackhaft (Blätter, Blüten und Wurzeln)

Geschichtliches
Die Teufelskrallen wurden in der Vergangeheit recht erfolgreich bei Syphilis eingesetzt.


Sand (Feld)-Thymian - Thymus serpyllum 



weitere Bezeichnungen:
Quendel, Feldkümmel, Gundel, Kunela, Kandlkraut
Kümmlingskraut, Chölm, Zimis, u. a.

Blütengröße/Blütezeit:
nur ca. 7 mm; Mai bis Oktober

Pflanzengröße:
5 bis 30 cm kriechend

weitere/ähnliche Arten:
Thymian gewöhnlicher
(Thymus pulegioides, Arznei-Thymian)

Echter Thymian
(Thymus vulgaris - Garten Thymian, nur
teilweise unbeständig verwildert)

und verschiedene Kultur-Arten

Vorkommen:
sandiger Trockenrasen, trockene Kiefernwälder
trockene Wegränder, Böschungen,
leider selten geworden

geschützt/RL

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: ätherische Öle mit p-Cymol, Thymol
Pinene, Carvacrol; Gerbstoffe, Flavone u.v.a.

-> kann wie der echte Tymian als Gewürz verwendet
    werden (da er seltener auftritt,
sollte man ihn schonen)

Volksmedizin:
auswurffördernd bei Husten; magenstärkend
äußerlich durchblutungsfördernd, antibakteriell
Naturheilverfahren: in allen
Schulmedizin: Präparate in der Apotheke

Geschichtliches:
Der Sand-Thymian ist eine alte Heilpflanze. Dioskurides
erwähnte den Sand-Thymian bereits. Damals wurde
der Sand-Thymian besonders bei Frauenleiden gebraucht.
Im Aberglauben der Menschen spielte der Sand-Thymian
verschiedene Rollen, Glück bringend im osteuropäischen
Raum, und in England und Frankreicht hatte der Sand-Thymian
einen eher schlechteren Ruf.

Tollkirsche - Atropa belladonna 

 

weitere Bezeichnungen:
Dollwurz, Deiwelskirsche, Irrbeere, Giftkriesi,
Sautod, Schlafkirschen, u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit:
2,5 bis 3 cm lang
Juni bis September

Pflanzengröße:
1 bis 2 m

Früchte:
schwarze giftige Beeren
-> Vögel vertragen das Gift

weitere/ähnliche Arten:
optisch keine ähnliche, aber es gibt sehr viele Arten
von Nachtschattengewächsen wie auch
unsere geliebte Kartoffel oder Tomate

Vorkommen:
halbschattige Standorte, kalkhaltiger Boden,
Böschungen, Waldränder

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: L-Hyoscyamin, Atropin, Scopolamin,
Belladonnin, u.v.a.
Wirkung: krampflösend
Volksmedizin: Rauchpulver gegen Asthma
Naturheilverfahren: Homöopathie
(Erkältungen Infektionsfieber besonders bei Scharlach
oder Angina, Epilepsi, Keuchhusten u.v.m.)
Schulmedizin: rezeptpflichtige Präparate

Geschichtliches:
Der giftige Saft der schwarzen Tollkirschen Beere wurde
früher von den Frauen dazu verwendet,
die Pupillen zu vergrößern (das galt als „schön”).
Im 15. Jahrhundert wurde die Giftigkeit der Tollkirsche
verzeichnet.
1831 wurde aus der Tollkirsche das Atropin isoliert.
Im Mittelalter war die Tollkirsche ein Teil der
berüchtigten „Hexensalben”.

Topinambur - Helianthus tuberosus 



weitere Bezeichnungen:
Erdbirne, Jerusalem-Artischocke,
langer Heinrich, Indianer-Kartoffel
-> Kulturpflanze

Blütengröße/Blütezeit:
bis 10 cm; August bis Oktober

Pflanzengröße:
bis 3 m

Früchte:
Wurzel

weitere/ähnliche Arten:

Vorkommen:
Ufersäume, Schuttplätze, Gärten
-> Neophyt seit 1827

eßbare Pflanzenteile

Verwendung:
Wurzel
Inhaltsstoffe: die Wurzel hat reichlich Mineralien,
Kalium, Eisen, viel Inulin, Salicylsäure, Polyphenole
-> sie ist hervorragend für Diabetiker geeignet
-> Bindung von Darmgiftstoffen, Schutz vor Darm-
   erkrankungen (z. B. auch krebsartiger Veränderungen)

Geschichtliches:
Die kanadischen Topinambus-Indianer bauten
den Topinambur bereits an. Etwa 1600 gelangte
der Topinambur nach Europa und wurde verbreitet
in Frankreich als Knollengemüse verzehrt,
bevor er von der Kartoffel verdrängt wurde.

Traubenhyazinthe gemeine - Muscari racemosum (neglectum) 


weitere Bezeichnungen
Weinbergs-Traubenhyazinthe, Übersehene oder Verkannte Traubenhyazinthe

Blütengröße/Blütezeit
4 bis 7 mm lang und duftend, April

Pflanzengröße
10 bis 30 cm hoch

Vorkommen
Gebüsche, Weinberge, Obstgärten, Felsen

weitere/ähnliche Arten
Muscari armeniacum (überwiegend in Südosteuropa, nur 15 cm hoch)
Muscari aucheri o. tubergenianum (20 cm hohe Blütenstengel und türkisblau)
Muscari botryoides (20 cm hohe Trauben, Blätter steif
und kürzer als der Blütenstengel)
Muscari comosum (mit 50 cm Höhe die  größte Traubenhyazinthe)
Muscari macrocarpum (blüht gelb mit schwarzem Saum und duftet)
Muscari moschatum (20 cm hoch, die älteren Blüten
sind gelblich, die neuen hellviolett, stark duftend)
ca. 60 Arten weltweit
davon 5 Arten in Deutschland (Archäophyt) und viele Züchtungen

Geschichtliches
Die Weinbergs-Traubenhyazinthe ist schon mindestens
seit dem 15. Jahrhundert in Kultur und eine uralte Zierpflanze.


Traubenhyazinthe kleine - Muscari botryoides 



weitere Bezeichnungen
kleines Träubel

Blütengröße/Blütezeit
3 bis 4 mm lang nicht duftend, März bis April

Pflanzengröße
10 bis 30 cm hoch

Vorkommen
Magerwiesen, krautreiche Eichenwälder, immer nur einzeln oder
in kleinen Gruppen (nie flächendeckend)

im Bestand gefährdet (Rote Liste)

weitere/ähnliche Arten
Muscari armeniacum (überwiegend in Südosteuropa, nur 15 cm hoch)
Muscari aucheri o. tubergenianum (20 cm hohe Blütenstengel und türkisblau)
Muscari racemosum (bis 30 cm hoch
Blätter länger als der Blütenstengel, meist liegend)
Muscari comosum (mit 50 cm Höhe die  größte Traubenhyazinthe)
Muscari macrocarpum (blüht gelb mit schwarzem Saum und duftet)
Muscari moschatum (20 cm hoch, die älteren Blüten sind gelblich
die neuen hellviolett, stark duftend)
ca. 60 Arten weltweit
davon 5 Arten in Deutschland (Archäophyt) und viele Züchtungen

Geschichtliches
Die kleine Traubenhyazinthe stammt aus
dem nahen Osten und kam etwa ab 1560 nach Mitteleuropa.

Traubenkirsche gewöhnliche - Prunus padus 



weitere Bezeichnungen
Ahlkirsche, Elsenkirsche, Elsbeere (nicht zu verwechseln mit
der richtigen Elsbeere - Sorbus torminalis), Sumpfkirsche, frühe Traubenkirsche
-> die Blätter sind samtig leicht behaart und dunkelgrün

Blütengröße/Blütezeit
10 bis 15 cm lange Blütentrauben, die Einzelblütchen sind etwa 1,5 cm groß
bereits von April an bis Mai
-> die Blüten duften erst gut, dann aber leicht fischig

Pflanzengröße
10 bis 15 m hoher Strauch
-> Bienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen usw. lieben die Blüten der frühen Traubenkirsche

giftige Pflanze
-> vor allem die Fruchtkerne
-> das Fruchtfleisch der Beeren ist ungiftig aber bitter

weitere/ähnliche Arten
späte Traubenkirsche (Prunus serotina)
Lorbeer-Kirsche (Prunus laurocerasus)
viele Kultursorten

Vorkommen
nährstoffreiche schwere Lehmböden, sumpfige Böden, gern in der Nähe von Flussläufen und
Gräben, lichte Auwälder, helle Waldränder mit nassem Untergrund
Im späten Frühjahr werden die Sträucher oft von der Gespinstmotte völlig
eingesponnen (silbriger seidiger Überzug über alles) und auch kahl gefressen.
Die Pflanzen erhohlen sich davon wieder und treiben erneut aus.
-> die frühe Traubenkirsche ist eine in Europa heimische Pflanze

Verwendung
Inhaltsstoffe
Blausäureglykosid (Amygdalin), cyanogene Glykoside
Das Fruchtfleich der frühen Traubenkirschen Beeren kann
zu Marmeladen usw. verarbeitet werden, sind aber mit herbem Nachgeschmack.


Traubenkirsche späte - Prunus serotina 



weitere Bezeichnungen
Nordamerikanische Traubenkirsche, Virginische Kirsche, Herbstkirsche
-> die Blätter sind dunkelgrün und glänzend, ledrig im Gegensatz
zur gewöhnlichen (frühen) Traubenkirsche

Blütengröße/Blütezeit
15 cm lange Blütentrauben; Mai/Juni

Pflanzengröße
bis 35 m hoch (hier in Europa nicht so hoch)

Vorkommen
feuchte sandige Böden, humusreiche Böden, keine Staunässe, winterfest
-> die späte Traubenkirsche ist ein Neophyt, der sich invasiv
ausbreitet durch seine Schnellwüchsigkeit und heimische
Pflanzenarten verdrängt

weitere/ähnliche Arten
Lorbeer-Kirsche (Prunus laurocerasus)

giftige Pflanze  
-> vor allem die Fruchtkerne und die Rinde
-> das Fruchtfleisch der Beeren ist ungiftig aber bitter

Verwendung
Inhaltsstoffe
Blausäureglykosid (Amygdalin), cyanogene Glykoside
Das Fruchtfleich der späten Traubenkirschen Beeren kann zu
Marmeladen usw. verarbeitet werden, sind aber mit herbem Nachgeschmack.
In Amerika aromatisiert man Rum und Brandy
mit der späten Traubenkirsche, in Skandinavien  destilliert man sie auch.

Geschichtliches
Die späte Traubenkirsche wurde schon 1623 als Ziergehölz gepflanzt.


Tulpenbaum echter - Liriodendron tulipifera 



-> amerikanischer Tulpenbaum

Blütengröße/Blütezeit:
bis ca. 10 cm,  Mai bis Juli

Pflanzengröße:
bis 25 m hoch

weitere/ähnliche Arten:
Chinesischer Tulpenbaum
(Liriodendron chinense)

Vorkommen:
Nordamerika
in Europa nur in Parkanlagen (Kultur)
Fundort: Reinhardshausen (Hessen)

Geschichtliches:
Bis vor der letzten Eiszeit war der Tulpenbaum
auch in Europa beheimatet.
Der nordamerikanische Tulpenbaum wurde
im 17. Jh. nach Europa gebracht.
Lange hielt man diesen Tulpenbaum für die einzige
noch vorkommende Art, bis man 1875 in Zentralchina
eine zweite Art des Tulpenbaums entdeckte.

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