Kurzbeschreibung Pflanzen R - mein Pflanzen Bilder Buch

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Kurzbeschreibung Pflanzen R

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Rainfarn - Tanacetum vulgare 



weitere Bezeichnungen:
Regenfahn, Reifen, Reinefaren, Drusenkrud,
Kraftkrut, Pompelblumen, Milchkraut

Blütengröße/Blütezeit:
0,8 bis 1,2 cm; Juli bis September

Pflanzengröße:
80 cm bis 1,20

weitere/ähnliche Arten:
optisch keine
-> es gibt viele „Tanacetum”-Arten (Wucherblumen)

Vorkommen:
Ödland, Flußufer, Wegränder, Auwälder, Schutthalden

giftige Pflanze
(schwach, nur in zu großer Dosierung)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhalsstoffe: ätherisches Öl (Thujon),
Bitterstoff Tanacetin u.a.

Geschichtliches:
Der Rainfarn wurde verwendet als wurmabweisende Streu
für Rinder gegen Motten und Ungeziefer (Kräuterkissen).
Der Aufguß der Blätter des Rainfarns half gegen Blattläuse und
Milben. Die getrockneten Pflanzen des Rainfarns hingen
in den Pferdeställen zum Vertreiben der Fliegen.
-> seit  dem 8. Jahrhundert ist der Rainfarn eine Heilpflanze
und seit dem 16. Jahrhundert wird das Öl
   als Wurmmittel verwendet

Ringelblume gew. - Calendula officinalis 



weitere Bezeichnungen:
Ringelrose, Ringnelke, Studentenblume (hat nichts mit der
„echten” Studentenblume „Tagetes” zu tun)
Totenblume, Sonnenwendblume, Butterblume (hat nichts mit
der „Sumpf-Dotterblume-Caltha palustris” zu tun),
Gartendotterblume, Goldblume, Ingelblum, Weckbröseln

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 5 cm ; Juni bis Oktober

Pflanzengröße:
bis 50 cm

weitere/ähnliche Arten:
Acker - Ringelblume (Calendula arvensis), selten
ca. 15 bis 30 Arten

Vorkommen:
Gartenpflanze, Kulturpflanze

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Saponine, Carotinoide,
Flavonoide, Bitterstoffe u.v.m.
- äußerlich bei schlecht heilende Wunden,
Geschwüre,   Blutergüsse, Quetschungen,
- innerlich galletreibend und krampflösend,
Bestandteil  von Teemischungen,
- in Kosmetik- und Hautpflegeprodukten

Geschichtliches:
Hildegard von Bingen nennt die Ringelblume „Ringula”.
Virgil bezeichnet die Ringelblume mit „Caltha luteola”.

Rittersporn -  Consolida regalis (Delphinium consolida) 



weitere Bezeichnungen:
Acker- oder Feld-Rittersporn, Ottilienkraut, Adebarsnibben,
Hornkümmel, Kreienfot, Lerchenklau

Blütengröße/Blütezeit:
bis 2 cm, Juni bis August

Pflanzengröße:
15 bis 45 cm

weitere/ähnliche Arten:
ca. 250 Arten inkl. Kulturformen (Consolida ajacis)

Vorkommen:
Getreidefelder ohne Herbizit,
basenreiche kalkhaltige Lehmböden,
herbizitfreie Böden

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Antozyanglycosid Delphin, Kämpferol,
Quercitin, Calcatripin, Delsolin, Delcosin u.a.
Volksmedizin: Augen- und Wundheilmittel

Geschichtliches:
Früher wurde Wolle mit dem Rittersporn blau gefärbt.
Der Rittersporn wurde als Wurmmittel und zur Wundheilung
verwendet. Bei den Griechen galt der Rittersporn als Trauerblume.

Essig Rose - Rosa gallica 



weitere Bezeichnungen:
französische Rose

Blütengröße/Blütezeit:
bis 8 cm,  fast nur im Juni

Pflanzengröße:
ca. 2 - 3 m hoch

Früchte:
wie Hagebutten

weitere/ähnliche Arten:
-> sehr viele und sehr viele daraus entstandene Züchtungen
-> aus der Essig-Rose sind im 19. Jh.
über 1000 verschiedene Sorten entstanden,
die z.T. auch wieder verschwunden sind

Vorkommen:
lichte Laubwälder
Fundort: Reinhardshausen (Hessen)

geschützt/RL:
im Bestand gefährdet

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe Blüten: herrlich duftendes ätherisches Öl
wie Geraniol, Nerol, Citronellol,
Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine u.v.a.
Volksmedizin:
Rosenblütentee für Stärkung von Herz und Nerven,
gegen Durchfall, bei Kopfschmerzen,
Linderung von Periodenschmerzen u.v.a.

Das Öl wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.
Viele Natur Cremes und Kosmetika enthalten das Öl,
weil es sehr hautfreundlich ist.
Die Blüten werden unter Verwendung von Wein
oder Apfelessig und Honig zum arzneilich
verwendeten „Rosenessig” benutzt.

Geschichtliches:
Vermutlich wurde die Essig Rose bereits 2700 v. Ch.
in China angebaut. Schon vor ca. 3000 Jahren galt auf Kreta
die Essig Rose als die „Königin der Blumen”.

Hunds-Rose - Rosa canina 



-> wurde früher auch Hecken-Rose genannt

weitere Bezeichnungen:
Arschkitzler, Buttelrose,Dornröschen, Hagebuttenstrauch,
Judendorn, Heideröslein, Hainbutten
Rosendorn, Schlafdorn, Wipken u.v.a.

Blütengröße/Blütezeit:
bis ca. 5 cm,  meist nur im Juni

Pflanzengröße:
Strauch bis 3 m

Früchte:
Hagebutten

weitere/ähnliche Arten:
Hecken Rose (Rosa dumentorum oder corymbifera)
Wein Rose (Rosa rubiginosa)
kriechende Rose (Rosa arvensis)
vielblütige Rose (Rosa multiflora)
u.v.a. ca. 250 Arten

Vorkommen:
sonnige Waldränder, Wegränder, Gebüsche, Hecken

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Früchte, Blütenblätter, Wucherungen
Inhaltsstoffe Hagebutten: Fruchtsäuren, Mineralstoffe,
Zucker, Gerbstoffe, Vitamin C, Lycopin,
Karotinoide u.v.a.
-> bei Erkältungskrankheiten aller Art
Volksmedizin: Verwendung der durch die
Rosen-Gallwespe (Rhoditis rosae) verursachten
Wucherungen (Rosenschwamm) bei krebsartigen
Verhärtungen im Magen und bestimmten Gebärmutterleiden,
schmerzhaftem Urinieren, Harnverhaltung usw.
Ungesüßter Hagebuttentee
ist für Diabetiker sehr zu empfehlen.

-> die heilsamen Wirkungen des Hagebuttentees
sind sehr vielseitig

Wichtig:
Die Bevorratung von allen Hagebutten Präparaten
sollte sehr kurzfristig sein, nie länger als ein Jahr,
sonst gehen die Vitamine und Wirkstoff Gehalte
insbesondere von Vitamin C drastisch verloren.

Verwendung der Blütenblätter bei Blutungen im Magen,
Darm, Lunge und Hämorrhoiden und
Krämpfen im Magen- Darmbereich
Naturheilverfahren:
Homöopathie (Heufieber, Heuschnupfen)
Schulmedizin:
officinell wird hier unterschieden zwischen
den Früchten ohne Kerne und
den Kernen selbst

Geschichtliches:
In den Funden der Schweizer Pfahlbauten wurden Reste
vom Hagebutten Mus gefunden, also ist die Hunds Rose
schon in der Steinzeit bekannt gewesen.
In der Edda der Germanen wird die Heilwirkung
der Hunds Rose bereits erwähnt.

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