Kurzbeschreibung Pflanzen M - mein Pflanzen Bilder Buch

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Kurzbeschreibung Pflanzen M

Pflanzen Steckbriefe > Steckbriefe L - Q
Mädesüß echtes - Filipendula ulmaria 



weitere Bezeichnungen:
Spierstaude, Rüsterstaude, Wiesenkönigin, Mälkraut,
Mädeföht, Mäsöt, Metkraut, Johanniswedel
Wiesengeißbart, Immenkraut, falscher Holler u.v.a.

Blütengröße/Blütezeit:
4 - 8 mm; Blütenstand bis 30 cm;
Juni bis August

Pflanzengröße:
60 cm bis 1,50 m

weitere/ähnliche Arten:
kleines Mädesüß (Filipendula vulgaris)
Japanisches Mädesüß (Filipendula purpurea, Heimat Japan)
Rotes Mädesüß (Filipendula rubra, Heimat Nordamerika)
Knollen-Mädesüß (Filipendula hexapetala)
u.v.a.

Vorkommen:
feuchte bis nasse Wiesen, an Fluß- und Teich/See-Ufern,
nasse Wegränder

eßbare Pflanzenteile

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Salicylsäurederivate, Gerbstoff, ätherisches Öl,
Heliotropin, Vanillin, Terpene, Flavonoide,
Kieselsäure, Citronensäure u.v.a.
Volksmedizin: Gicht und Rheuma, schweißtreibend,
harntreibend, Stoffwechselstörungen, Nierenprobleme,
Erkältungskrankheiten (Fieber senkend, Schmerz lindernd)
Naturheilverfahren:
Homöophatie (Rheuma Wasseransammlungen, Akne)

Geschichtliches:
Früher wurde das Mädesüß auf den Fußboden gestreut, damit
sich der herrliche Duft entfaltet.
Das Mädesüß wurde auch dem Honigwein zugesetzt.
Bei den Kelten war das Mädesüß eine heilige Pflanze.
1839 wurde aus dem Mädesüß die Salicylsäure extrahiert und
ab 1897 stellte die Fa. Bayer die Salicylsäure synthetisch her.

Magnolienbaum - Magnolia x soulangiana speciosa 



weitere Bezeichnungen:
Tulpen-Magnolie, Garten-Magnolie

Blütengröße/Blütezeit:
bis 10 cm April bis Mai

Pflanzengröße:
3 bis 6 m

weitere/ähnliche Arten:
Stern-Magnolie (Magnolia stellata)
u.v.a. Kultursorten

Vorkommen:
Parks, Gartenanlagen, Zierpflanze

Märzenbecher - Leucojum vernum 



weitere Bezeichnungen:
Frühlings-Knotenblume

Blütengröße/Blütezeit:
3 bis 5 cm, März bis April

Pflanzengröße:
10 bis 30 cm

weitere/ähnliche Arten:
Sommer-Knotenblume (Leucojum aestivum)

Vorkommen:
Laubmischwälder, Auwälder, feuchte Wiesen (nicht nass),
nährstoffreiche Böden

geschützt/RL

giftige Pflanze

Maiglöckchen - Convallaria majalis 



weitere Bezeichnungen:
Maiblümchen, Maililjen, Maischellchen,Zäubchen,
Augenkraut, Chaldron, Faldron, Galleieli, Glasblümli, Herrenblümli,
Maienriesli, Marienglöckchen, Schillerlilien, Schneetropfen,
Springauf, Zaucken, Zaupen

Blütengröße/Blütezeit:
5 bis 8 mm; Mai bis Juni

Pflanzengröße:
15 bis 25 cm

Früchte:
giftige rote Beeren

weitere/ähnliche Arten:
optisch keine
-> die Blätter können mit denen des Bärlauch (Alium ursinum)
verwechselt werden

Vorkommen:
trockenere, schattige Waldareale, Gebirgswiesen,
lichte Laubwälder, Gebüsch, Gärten

geschützt/RL:
teilweise

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Glykoside, Saponine, Chelidonsäure,
Apfel- und Zitronensäure, Rohrzucker
Mineralien, ätherisches Öl
Volksmedizin: Nervenschwäche, Epilepsi, Schlaganfall,
Wassersucht, Augen stärkend, wetterbedingte Kopfschmerzen,
äußerlich bei Schmerzen durch Rheuma/Gicht
Naturheilverfahren: Homöophatie (Herzinnenwandentzündung u.a.)  
Schulmedizin: Herzschwäche Präparate

Geschichtliches:
Die erstmalige Erwähnung der Droge Maiglöckchen war
im 16. Jahrhundert.
Die getrockneten Blüten des Maiglöckchens waren
früher Bestandteil des "Schneeberger Schnupftabaks".

Majoran wilder - Origanum vulgare 


weitere Bezeichnungen:
Dost gemeiner, Dosten, wilder Balsam,
Bergminze, blauer Dunst, Orant

Blütengröße/Blütezeit:
4 bis 7 mm; Juli bis September

Pflanzengröße:
30 bis 70 cm

weitere/ähnliche Arten:
Mittelmeer-Majoran (Origanum majorana u. Origanum onites)
Winter-Majoran (Origanum prismaticum, kultivierte Art)

Vorkommen:
verwildertes trockenes Grasland, an Hängen, Waldwegrändern,
kalkhaltige warme Böden

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Thymol, Carvacrol, Gerbstoffe,
Bitterstoffe, Rosmarinsäure
Volksmedizin: krampflösend (Menstruation), Magen stärkend,
aufbauend, blähungswidrig, Husten lindernd,
gegen Überreizungen bei Nymphomanie (Onanie)
Naturheilverfahren:
Homöophatie (Nervosität, sexuelle Überreizung)

Geschichtliches:
Griechen und Römer krönten mit dem wilden Majoran (Origanum)
die Brautleute.
Der Name Origanum kommt aus dem Griechischen:
"oros" - Berg und "ganos" - Freude.
Von Dioskorides wurde der Origanum bei einem Biss
giftiger Tiere empfohlen.
Die Römer vertrieben Ameisen mit dem wilden Majoran.
Im Mittelalter spielte der wilde Majoran
eine Rolle beim Teufelsglauben.

Moschus-Malve - Malva moschata 



weitere Bezeichnungen
Bisam-Malve, Abelmoschus, Hibiscus-Malve

Blütengröße/Blütezeit
ca. 5 cm; Juni bis September
-> die Blüten und das verwelkte Laub können
nach Moschus duften

Pflanzengröße
ca. 60 cm

Unterschied zur Rosen-Malve:
(da sich beide sehr ähnlich sehen)
Bei den oberen Stängelblättern ergibt die tiefe Teilung
sehr filigranere Abschnitte als bei der Rosen-Malve und
die äußersten Kelchblätter (3) sind lang und spitz.

Vorkommen
nährstoffreiche trockenere Böden, lichtliebend

weitere/ähnliche Arten
Rosen-Malve (Malva alcea)
Wilde Malve (Malva sylvestris)
Krause Malve (Malva crispa)
Weg-Malve (Malva neglecta)
u.v.a. ca. 30 Arten


Rosen-Malve - Malva alcea 



weitere Bezeichnungen
Sigmarskraut

Blütengröße/Blütezeit
ca. 5 cm; Juni bis September
-> die Blüten duften nicht

Pflanzengröße
50 cm bis 1 m

Unterschied zur Moschus-Malve:
(da sich beide sehr ähnlich sehen)
Bei den oberen Stängelblättern ergibt die tiefe Teilung
breitere Abschnitte als bei der Moschus-Malve und
die äußersten Kelchblätter (3) sind breiter (nicht so spitz).

Vorkommen
Wegränder, Bahndämme, Böschungen, sonnig, kalkhaltige Böden

weitere/ähnliche Arten
Moschus-Malve (Malva moschata)
Wilde Malve (Malva sylvestris)
Krause Malve (Malva crispa)
Weg-Malve (Malva neglecta)
u.v.a. ca. 30 Arten


Weg-Malve - Malva neglecta (oder vulgaris, parvifolia, rotundifolia, pusilla) 



weitere Bezeichnungen
Gänse-Malve, kleine Käsepappel, Feld-Malve, kleine Rosspappel, Schwellkraut u.a.

Blütengröße/Blütezeit
Die Blütengröße und -farbe der Weg-Malve variiert etwas je nach Standort
mal sehr klein ca. 1-1,5 cm fast weiß und unscheinbar
oder bis 2 cm hellrosa; Juni bis September

Pflanzengröße
10 bis 40 cm hoch, ausgebreitet niederliegend (Halbrosette)

Vorkommen
nährstoffreiche Ruderalstellen, Stickstoff-Anzeiger, liebt die Nähe von Gülle
-> die Weg-Malve nimmt gern viel Nitrat auf, was
für Nutztiere und andere Tiere nicht ungefährlich ist

weitere/ähnliche Arten
Wilde Malve (Malva sylvestris oder grandifolia)
Rosen-Malve (Malva alcea)
Moschus-Malve (Malva moschata)
Hibiscus-Arten
ca. 15 Arten

eßbare Pflanze
Blätter und Sprosse der Weg-Malve eignen sich als Gemüse oder Salat.

Heilpflanze/Verwendung
Inhaltsstoffe
Vitamin C, Saponine, Schleim, Gerbstoff, ätherisches Öl
Volksmedizin
Aus den Früchten hergestellter Brei wurde zu Umschlägen (Kataplasmen)
äußerlich auf Entzündungen gelegt.
Naturheilverfahren
Der heilsame Tee der Malven erfolgt immer im Kaltansatz (nie mit heißem Wasser).
Lauwarm gemacht, ist er schleimlösend bei allen Erkältungskrankheiten und
als Gurgelwasser bei Halsentzündungen sehr hilfreich.
Chinesische Medizin
Schon vor 5000 Jahren waren die Malven in der chinesischen Medizin bekannt
als Tung Kuei Tze und wurden bei Verdauungsstörungen sowie zur Schleim Lösung verwendet.

Geschichtliches
Die Früchte wurden früher zu Kinderbrei (Papp) verarbeitet.
Die unreifen Teilfrüchte der Käsepappel, die wie Käse-Ecken aussehen, wurden
früher gern von Kindern roh gegessen. Der Geschmack ist kohlartig.
Malven Tee wurde schon immer bei fiebrigen Erkrankungen verabreicht.


Mauerpfeffer scharfer - Sedum acre 



weitere Bezeichnungen:
scharfe Fetthenne, Vogelbrot, Warzenkraut

Blütengröße/Blütezeit:
ca. 1,3 cm, Mai bis August

Pflanzengröße:
4 bis 15 cm

weitere/ähnliche Arten:
große Fetthenne (Sedum telephium)
Felsen-Fetthenne (Sedum reflexum oder rupestre)
weiße Fetthenne (Sedum album)
milder Mauerpfeffer (Sedum sexangulare)
u.v.a. ca. 500 Arten weltweit

Vorkommen:
trockene steinige sandige Böden, Mauern,
Kiesböden, Dächer

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
vorwiegend Zierpflanze
Inhaltsstoffe: Piperitin Alkaloide
Volksmedizin: ehemalige Heilpflanze
->der Blättersaft soll kühlend und schmerzlindernd sein

Geschichtliches:
Die Römer pflanzten den Mauerpfeffer auf
ihre Dächer als Blitzschutz.

Gras-Sternmiere - Stellaria graminea 



weitere Bezeichnungen
Grasmiere

Blütengröße/Blütezeit
5 bis 8 mm, April bis Juni
-> die Blüten der Gras-Sternmiere sind viel kleiner als bei der
großen Sternmiere

Pflanzengröße
10-50 cm hoch
->im Gegensatz zur großen Sternmiere bildet die Grasmiere größere lockere Blütenteppiche

Vorkommen
magere feuchte Wiesen und Wegränder, kalkarmer sandiger Lehmboden

weitere/ähnliche Arten
große Sternmiere (Stellaria holostea)
Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
Moor-Sternmiere (Stellaria alsine)
Wasser-Miere (Myosoton o. Stellaria aquatica, Wasserdarm)
Vogel-Sternmiere (Stellaria media)
Nabelmiere dreinervige (Moehringa trinerva)
u.v.a.

eßbare Pflanze
-> die Gras-Sternmiere kann als Salat zubereitet werden

Mieren, Sternmiere große - Stellaria holostea 



Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 3 cm, April bis Juni

Pflanzengröße:
30 bis 60 cm mehr liegend

weitere/ähnliche Arten:
Gras Sternmiere (Stellaria graminea)
Bach Sternmiere (Stellaria alsine)
Vogel-Sternmiere (Stellaria media)
Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
Wassermiere (Myosoton aquaticum)
Nabelmiere dreinervige (Moehringa trinerva)
u.v.a.

Vorkommen:
Hainbuchen Mischwälder, Gras bewachsene Stellen,
schattige Waldränder

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
siehe bei Vogel Sternmiere
Volksmedizin:
Die Sternmiere wurde gegen Augenentzündungen eingesetzt (Saft).

Hain-Sternmiere - Stellaria nemorum 



weitere Bezeichnungen
Wald-Sternmiere

Blütengröße/Blütezeit
3 Griffel ca. 1,2 cm, Mai bis Juli
-> die Hain-Sternmiere hat immer 3 Griffel

Pflanzengröße
20 bis 50 cm mehr kriechend

Vorkommen
kühle feuchte Böden, nährstoffreiche lehmige Böden, krautreiche Wälder, Auen, Bergwälder

weitere/ähnliche Arten
Bach-Sternmiere (Stellaria alsine)
Große Sternmiere (Stellaria holostea)
Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
Wassermiere (Stellaria/Myosoton aquatica)
Vogelsternmiere (Stellaria media)
Nabelmiere dreinervige (Moehringa trinerva)
u.v.a.


Mieren Vogelsternmiere - Stellaria media 



weitere Bezeichnungen:
Vogelmiere, Hühnerdarm

Blütengröße/Blütezeit:
 nur ca. 5 mm
-> blüht fast das ganze Jahr in frostfreien Monaten

Pflanzengröße:
5 bis 30 cm

weitere/ähnliche Arten:
Bach-Sternmiere (Stellaria alsine)
Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
große Sternmiere (Stellaria holostea)
Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
Wassermiere (Myosoton aquaticum)
Nabelmiere dreinervige (Moehringa trinerva)
u.v.a.

Vorkommen:
nahezu überall

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Saponine, Kalium, reich an Mineralien,
Calzium, Magnesium, Eisen, Vitamin A und C,
B-Vitamine, Selen, Flavonoide u.v.a.
Volksmedizin:
bei Lungenkrankheiten, kühlende und entzündungshemmende,
verdauungsfördernde Wirkung
Naturheilverfahren:
Homöopathie (Rheuma, Gelenkentzündung,
Bronchitis, Schuppenflechte)

Wassermiere - Myosoton aquaticum (Stellaria aquatica) 



weitere Bezeichnungen
Wasserdarm gewöhnlicher

Blütengröße/Blütezeit
5 Griffel bis 2 cm, Juni bis September
-> die Wassermiere hat immer 5 Griffel und blüht später
und länger als die Hain-Sternmiere

Pflanzengröße
20 cm bis 1 m, an anderen Pflanzen hoch klimmend

Vorkommen
Uferbereiche, Gräben, nasse auch überschwemmte Stellen

weitere/ähnliche Arten
Bach-Sternmiere (Stellaria alsine)
Große Sternmiere (Stellaria holostea)
Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
Vogelsternmiere (Stellaria media)
Nabelmiere dreinervige (Moehringa trinerva)
u.v.a.

Milzkraut wechselblättriges -  Chrysosplenium alternifolium 



weitere Bezeichnungen:
Gold-Milzkraut

Blütengröße/Blütezeit:
ca. 3 bis 4 mm,  März bis Mai

Pflanzengröße:
max. 20 cm

weitere/ähnliche Arten:
gegen- oder paarblättriges Milzkraut
(Chrysosplenium oppositifolium)

Vorkommen:
schattig-feuchte Umgebung, Bachufer, Flußufer

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Naturheilverfahren: Homöopathie (Blutbildung, Leukämie)

Geschichtliches:
Im Mittelalter wurden die Blätter (Form) des Milzkrauts bei
Milz Erkrankungen verwendet (Signaturenlehre).

Acker-Minze - Mentha arvensis 



Blütengröße/Blütezeit:
nur ca. 3 bis 4 mm
Juli bis September

Pflanzengröße:
bis 40 cm

weitere/ähnliche Arten:
Wasser-Minze (Mentha aquatica)
Acker- und Wasser-Minze verbinden sich oft zur
"Quirlblättrigen Minze"
Pfefferminze (Mentha x piperita)
Polei Minze (Mentha pulegium-Frauen Minze, giftig)
Rundblättrige Minze (Mentha suaveolens)
u.v.a.

Vorkommen:
nasse Wiesen und Äcker, Gräben, Sumpfufer,
Waldlichtungen, Ödland

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Die Acker-Minze kann

Pfefferminze - Mentha x piperita (steriler Bastard) 



weitere Bezeichnungen:
Balsam, Hausminz, Katzenkraut (hat nichts mit
der „Katzenminze” zu tun), Mutterkraut,
englische Minze, Peperminte, Schmeckerts

Blütengröße/Blütezeit:
 Einzelblüten nur ca. 3 bis 4 mm
Blütenstand bis 6 cm
Juni bis August

Pflanzengröße:
bis 80 cm

weitere/ähnliche Arten:
Krause- oder Grüne Minze (Mentha spicata, die
kein Menthol enthält)
Zottige- oder Apfel Minze (Mentha villosa)
-> beide ebenfalls Bastarde und weitere wilde Arten

Vorkommen:
vorwiegend angebaut und verwildert kaum (evtl. noch
auf feuchten Wiesen)

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (u.a. Menthol), Bitterstoff,
Gerbstoff, Flavonoide, Cineol, Menthon
Volksmedizin: krampflösend, blähungstreibend,
gallentreibend, desinfizierend, insgesamt beruhigend,
sehr vielfältige Anwendungen!
Naturheilverfahren: alle
Schulmedizin: Präperate in Apotheken und Drogerien

-> für viele Pfefferminz Präparate wird
das Menthol synthetisch hergestellt, welches nicht
die Heilwirkung des natürlichen Bestandteils hat!

Chinesische Medizin:
Die Pfefferminze ist schon in den ältesten Kräuterbüchern zu finden.

Geschichtliches:
Die Pfefferminze wurde 1696 aus verschiedenen
anderen wilden Minzenarten gezüchtet.
Ursprünglich soll die Pfefferminze aus dem fernen
Osten (China, Japan) nach England gekommen sein.
Im germanischen Volksglauben spielte die Pfefferminze
beim "Liebeszauber" eine Rolle.
Alle Minzen sind sehr alte Heilpflanzen.

Roßminze - Mentha longifolia 



Blütengröße/Blütezeit:
3 bis 4 mm; Blütenstand bis 10 cm;
Juli bis September

Pflanzengröße:
30 cm bis 1 m

weitere/ähnliche Arten:
Wasser-Minze (Mentha aquatica)
Acker- und Wasser-Minze verbinden sich
oft zur "Quirlblättrigen Minze"
Pfefferminze (Mentha x piperita)
Polei Minze (Mentha pulegium-Frauen Minze, giftig)
Rundblättrige Minze (Mentha suaveolens)

Vorkommen:
feuchte Wiesen, Ufer, Gräben, nasse Feldwegränder,
Kalk und Stickstoff haltiger Boden

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Die Roßminze kann man wie die Pfefferminze ( Mentha x piperata)
verwenden, allerdings ist sie nicht sehr schmackhaft.

Möhre wilde - Daucus carota 

 

weitere Bezeichnungen:
Kälberscheiß

Blütengröße/Blütezeit:
Dolden 5 bis 10 cm, Mai bis August

Pflanzengröße:
0,5 bis 1 m

weitere/ähnliche Arten:
Hundspetersilie (Aethusa cynapium, sehr giftig)
Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris)
Klettenkerbel (Torilis japonica)

Vorkommen:
Wiesen, Magerrasen, Wegränder, steinige Abhänge

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe Wurzel: ätherisches Öl, Flavonoide, Polyine,
Lycopin, Pektin, Mineralstoffe, Kalium,
Carotinoide, Vitamine B und C, u.v.a.

-> Die wilde Möhre kann wie ihre Gartenverwandten
bei Durchfall und als wurmtreibendes Mittel
verwendet werden.

Geschichtliches:
Die heutigen Kulturformen der Möhre sind ursprünglich auf
die Kreuzungen anderer Möhren (z. B. Daucus maximus)
mit der wilden Möhre zurück zurführen.

Klatsch-Mohn - Papaver rhoeas 



weitere Bezeichnungen:
Klatsch-Mohn, Blutblume, Feldmohn, Schnalle,
Ackerschnalle, Feuerblume, rote Kornblumen u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit:
Kronblätter bis 4 cm lang, Mai bis Juli

Pflanzengröße:
bis 80 cm

weitere/ähnliche Arten:
Saat-Mohn (Papaver dubium)
Sand-Mohn (Papaver argemone)
Schlaf-Mohn (Papaver somniferum)
viele Kultursorten wie:
Riesen-Türkenmohn (Papaver orientale)
weltweit ca. 100 Arten

Vorkommen:
Getreidefelder, sommerwarme basenreiche kalkige Lehmböden,
Straßenböschungen, herbizidfreie Böden

giftige Pflanze (Milchsaft)

eßbar bedingt
(z. B. Blütenblätter als Deko, Samen)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Farbstoff Rhoearubin, Schleim,
Anthocyane (keine Opium Alkaloide) u.v.a.
Volksmedizin:
Husten mit Heiserkeit (Blüten als Teeaufguss und Sirup)
beruhigend

Geschichtliches:
Die Kronblätter und die Samen des Klatsch Mohns wurden
früher arzneilich verwendet. Aus den Blütenblättern
des Klatsch Mohns stellte man eine rote Tinte her.
Die Samen des Klatsch Mohns wurden schon
im Altertum in die Kuchen eingebacken.

Schlaf-Mohn - Papaver somniferum 



weitere Bezeichnungen
Man, Manblaume, Muyen, Magen, Mahnblom, Mo, Oelsamen, der Ole, Mägle, Lichtschnuppen

Blütengröße/Blütezeit
bis 10 cm, Juni bis August

Pflanzengröße
30 cm bis 1,5 m

Vorkommen
Kulturpflanze, teilweise verwildert (Schuttplätze, Zäune, Gräben, Uferbereiche)

weitere/ähnliche Arten
Saat-Mohn (Papaver dubium)
Sand-Mohn (Papaver argemone)
Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas)
Borstenmohn, die Urform des Schlafmohns (Papaver setigerum)
viele Kultursorten wie Riesen-Türkenmohn (Papaver orientale)
weltweit ca. 100 Arten

giftige Pflanzenteile (Samenkapsel)  
eßbare Pflanzenteile (reifer Samen)

Heilpflanze/Verwendung
Inhaltsstoffe Kapseln
Die unreifen Kapseln des Schlafohns enthalten Opiumalkaloide.
Die reifen Samenkapseln enthalten mehr Morphin.
Weitere Bestandteile der Schlafmohn Kapseln sind Narcotin, Codein
Papaverin, Thebain und Narcein
-> der getrocknete Milchsaft der unreifen Kapseln ist das Opium
-> durch chemische Behandlung des Morphins entsteht das synthetische Heroin

Inhaltsstoffe Schlafmohn Samen
mehrfach ungesättigtes Öl (dient auch zur Speiseöl Gewinnung), Eiweiß, Lecithin
B-Vitamine, Calzium, Vitamine C, D, E, Eisen
Phosphor, Zink, Kalium, Magnesium, Ballaststoffe und
ein unbedenklich geringer Anteil an Morphin
-> der Samen des Schlafmohn ist ein sehr gesundes Lebensmittel

alle Medizinarten
Schlafmohn wird in unterschiedlichen Zusammenstellungen und Herstellungen
überwiegend als Schmerzmittel und krampflösendes Mittel bei
Magen- Darmkatharren oder starkem Husten eingesetzt.

Geschichtliches
Schlafmohn wurde schon in der Pfahlbauzeit verwendet das
Opium seit dem 3. Jh.v.u.Z. und Morphin seit 1804.
Der Schlafmohn ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt.

Hinweis
Der Anbau des Schlafmohns unterliegt in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz und
muss genehmigt werden, auch als Zierpflanze!
Es kann eine Geldstrafe oder eine Haftstrafe drohen bei Nichtbefolgung.
Es gibt inzwischen morphinarme Sorten, die nicht genehmigungspflichtig sind.


Moosauge - Moneses (Pyrola) uniflora 



weitere Bezeichnungen:
Einblütiges Wintergrün, "Gschamigs Maderle"

Blütengröße/Blütezeit:
bis 2,5 cm;  Juni bis Juli

Pflanzengröße:
5 bis 15 cm

weitere/ähnliche Arten:
weitere Wintergrün Arten, die optisch
nicht zum verwechseln sind

Vorkommen:
Nadelwälder, bodensaure Eichenwälder
sehr selten

geschützt/RL:
stark gefährdet

giftige Pflanze (schwach)

Moschuskraut - Adoxa muschatellina 



weitere Bezeichnungen:
Bisamkraut, Moschatelle

Blütengröße/Blütezeit:
Blütenköpfchen max. ca. 9 mm, März bis Mai

Pflanzengröße:
max. 15 cm hoch

Vorkommen:
schattige Gebüsche, feuchter basischer Boden

Geschichtliches:
Damals hat man das Moschuskraut wegen des Duftes unter
die Wäsche gelegt und es wurde auch arzneilich verwendet.

Nabelmiere dreinervige - Moehringia trinerva 



Blütengröße/Blütezeit
5 bis 6 mm, Mai bis Juli
-> Blätter dreinervig mit durchscheinenden Punkten, ungeteilte Kronblätter

Pflanzengröße
10 bis 25 cm hoch
-> sie bildet ganze Teppiche aus

Vorkommen
krautreiche Wälder, offene Schläge, vorwiegend sauerer lockerer Lehmboden

weitere/ähnliche Arten
bewimperte Nabelmiere (Moehringia ciliata)
Moos-Nabelmiere (Moehringia muscota)
Sternmieren (haben u.a. alle geteilte Kronblätter)

eßbar (junge Triebe)

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