Kurzbeschreibung Pflanzen L - mein Pflanzen Bilder Buch

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Kurzbeschreibung Pflanzen L

Steckbriefe > Steckbriefe L - Q
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Wiesen Labkraut - Galium mollugo 



weitere Bezeichnungen:
weißes Waldstroh, Klabergras, Klebern, Klimme, Hafta,
Wundkraut, Zaunkleber, Klebgras

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 3 mm; Juni bis September

Pflanzengröße:
60 cm bis 1,5 m

weitere/ähnliche Arten:
echtes Labkraut (Galium verum)
Harzer Labkraut (Galium saxatile)
blaugrünes Labkraut (Galium glaucum)
Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
Kletten-Labkraut (Galium aparine)
Wald-Labkraut (Galium sylvatikum)
Felsen-Labkraut (Galium hercynicum)
u.v.a.

Vorkommen:
Kletterpflanze, trockene Wiesen und Rasen, Wegränder,
Gebüsche, nährstoffreiche Waldränder

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Glykoside, Gerbstoffe, ätherisches Öl, wenig Alkaloide,
Zitronenäure, Rubichlorsäure, Galitannsäure,
roten Farbstoff, Spurenelemente
Volksmedizin: Entschlackung über die Lymphe, harntreibend,
bei Nierensteinleiden, Geschwüre, blutreinigend
Das Wiesen-Labkraut wurde früher wirksam bei
krebsartigen Geschwüren eingesetzt.
Es gab und gibt sehr vielseitige weitere Verwendungen.

-> Die heilwirksamen Labkräuter sind keine offizinellen Heilpflanzen.

Naturheilverfahren: Homöophatie (Drüsenschwellungen Geschwülste)
Chinesische Medizin: Leber, Galle Blase

Geschichtliches:
Das Wiesen Labkraut ist ein altbekanntes Heilkraut ebenso
wie das echte Labkraut (Galium verum) und
das Kletten Labkraut (Galium aparine).

Leberblümchen - Hepatica nobilis 

 

weitere Bezeichnungen:
Auswärts, Ebenauskraut, Fastenblume,Güldenleberkraut,
blaues Herzblumenkraut, Himmelsterndln, Hirschklee, Herzblümli,
Josifibleamel, Leberbattl, Leberkraut, Osterbleaml,
Märzblom, Schneekadeln, Vorwitzchen, blaue Windblume

Blütengröße/Blütezeit:
1,5 bis 2,5 cm; März bis April

Pflanzengröße:
10 bis 15 cm

Vorkommen:
zwischen Falllaub im Wald, kalkhaltige Böden, schattig

geschützt/RL:
stark gefährdet

giftige Pflanze (schwach)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Protoanemonin, Glycosid Hepatrilobin,
Invertin, Emulsin, Harz,
Gerbstoffe (Pflanze darf nie frisch sondern immer
nur gut getrocknet verwendet werden)
Volksmedizin: Kehlkopfleiden, Galleleiden,
bei Lungenkrankheiten, Milzschwellung, Nieren- u. Blasenleiden

Geschichtliches:
Früher gehörte das Leberblümchen zur klassischen
Leber-Heilpflanze und war bei Paracelsus, Matthiolus
u.v.a. bereits bekannt.

Leinkraut - Linaria vulgaris 



weitere Bezeichnungen:
Frauenflachs, Flachskraut, Wille Flas, Marienflachs, Jungfernflachs,
Abnehmkraut, Harnkraut, Kathrinenblume, Hasenmäuler,
gelbes Löwenmaul, Maulaffen, Froschmaul, Stallkraut
im Aberglauben: Hexakraut, Wildes Teufelskraut, Beschreikräutig

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 3 cm; Juli bis Oktober

Pflanzengröße:
30 bis 70 cm

weitere/ähnliche Arten:
Purpur-Leinkraut (Linaria purpurea)
Alpen-Leinkraut (Linaria alpina)
kleines Leinkraut (Cheanorrhinum minus)
u.v.a.

Vorkommen:
Böschungen, Wegränder, Wiesen; Bahndämme,Straßenränder,
Brachfelder, Flussschotter;
nur große Hummeln und Bienen mögen die Blüten;
Falter dann, wenn der Rüssel lang genug ist;
Erdhummeln beißen den Sporn auf

giftige Pflanze (schwach)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Flavonoid-Glycoside, Flavonoide, Amygdalin,
Gummi, Pektine, Gerbstoffe, Vitamin C, Ameisensäure,
Zitronensäure, Apfelsäure u.a.
Volksmedizin: Abführmittel, schmerzstillend, blutreinigend,
harntreibend; Leinkrautsalbe bei schmerzhaften Hämorrhoiden,
-> entzündungshemmende Wirkung und
sehr vielseitige Anwendungen
Naturheilverfahren:
Homöophatie ( Dickdarmentzündung, spastische Bronchitis,
Ohnmachten, Diarrhöe, Bettnässen)

Geschichtliches:
Das Leinkraut ist eine alte Heilpflanze, die heute kaum mehr
Verwendung findet. Das Leinkraut wurde zum Gelbfärben/Blondieren
der Haare verwendet. In Milch gekocht war das Leinkraut
ein Insektizid (gegen Fliegen im Stall z.B.).
Das Kraut wurde in die Wiege zur Hexenabwehr oder
gegen die "Verwünschungen" der Nachbarn gelegt.

Lerchensporn gefingerter - Corydalis solida 



weitere Bezeichnungen:
Finger-Lerchensporn, Vollwurz-Lerchensporn, fester Lerchensporn

Blütengröße/Blütezeit:
bis 2,5 cm, März bis Mai

Pflanzengröße:
15 bis 30 cm

weitere/ähnliche Arten:
hohler Lerchensporn (Corydalis cava oder bulbosa)
gelber oder Schein-Lerchensporn (Pseudofumaria lutea)
u.v.a. gesamt ca. 300 Arten

Vorkommen:
lichte Laubwälder, bei Gebüsch und Hecken

giftige Pflanze

Winter-Linde - Tilia cordata oder parvifolia 



weitere Bezeichnungen:
Stein-Linde, Kleinblättrige Linde, Spätlinde, Augustlinde,
Berglinde, Hartlinde, Waldlinde

Blütengröße/Blütezeit:
ca. 1 bis 2 cm, Juni bis Juli

Pflanzengröße:
ca. 25 m hoch

weitere/ähnliche Arten:
Sommer-Linde (Tilia platyphyllos oder grandifolia
 oder Großblättrige Linde)
Silber-Linde (Tilia tomentosa)
Holländische Linde (Bastard, Tilia x vulgaris)
Krim Linde (Tilia x euchlora)

Vorkommen:
Mischwälder, Ebenen, geschütztere Berglagen, Bienenweide

eßbare Pflanzenteile

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Schleim, Gerbstoff, ätherisches Öl mit Farnesol),
Flavonoide, Geraniol, Eugenol, Hesperidin (gelber Farbstoff),
Zucker, Saponine, Vitamin C und P, Linolsäure,
Spuren von Vanillin u.v.a.

-> Gleiches gilt für die Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)

Volksmedizin: schweißtreibend, Erkältungskrankheiten,
bei Schlafstörungen, krampflösend, beruhigend
Blutdruck senkend

Lindenkohle hilft bei: eiternde, übel riechende Wunden,
Vergiftungen, Darmfäulnis usw.

Naturheilverfahren:
Homöopathie (Rheuma, Heuschnupfen Nesselsucht)
Schulmedizin: Präparate in der Apotheke

Geschichtliches:
Lindenholzkohle wurde schon im 15. Jh. gegen Durchfall,
Vergiftungen und Fäulnis im Darm verwendet, aber
auch als Schießpulver.
Aus Lindenbast wurde allerlei geflochten.
Linden galten als Sinnbild der Gerechtigkeit.
Bereits Herodot berichtete über Lindenbast.
Der geschichtliche Umfang der Linde ist sehr umfangreich.

Lilien, Taglilie - Hemerocallis fulva 



Blütengröße/Blütezeit:
ca. 10 cm, von Mai bis August, je nach Art

-> die Blüten sind an einem Tag verblüht, da es
aber viele Blütenknospen gibt,
verlängert sich die Blütezeit der Pflanze

Pflanzengröße:
bis 70 cm

weitere/ähnliche Arten:
sehr viele Züchtungen

Vorkommen:
Gartenpflanze z. T. verwildert

Geschichtliches:
Name „Taglilie” wird aus dem Griechischen hergeleitet:
„hemera” bedeutet Tag und „kallos” ist die Schönheit.
Die Heimat der Taglilien ist Ostasien, China und Japan.
In Europa wächst nur eine Art (Hemerocallis lilioasphodelus)
wild in felsigen Bergwäldern oder an
Flußufern in Italien und Jugoslawien.

Wasser-Schwertlilie - Iris pseudacorus 



weitere Bezeichnungen:
Sumpf-Schwertlilie

Blütengröße/Blütezeit:
7 bis 10 cm; Juni bis September

Pflanzengröße:
1 bis 1,5 m

weitere/ähnliche Arten:
übel riechende Schwertlilie - gelbe Form (Iris foetidissima)
Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica)
Deutsche Schwertlilie (Iris germanica)
Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila)
ca. 200 Arten

Vorkommen:
Teich- und Flußufer, Sümpfe, Gräben,
Schilfgürtel, auf nassem Boden

geschützt/RL

giftige Pflanze

Löwenzahn - Taraxacum officinale 

 

weitere Bezeichnungen:
Kuhblume, Wiesen-Löwenzahn, Pusteblume, Bimbaum,
Bumbansbüsch, Lampe, Milchstock, Kettenblume
Maiblume, Bettseicherle, Bärenzahnkraut, Eierbusch, Mistfink,
Saubleamel, Kuhlattich, Saurüssel u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit:
3 bis 5 cm, April bis September (manchmal auch länger)

Pflanzengröße:
5 bis 30 cm

Früchte:
kleine Schirmchenflieger

weitere/ähnliche Arten:
ca. 200 Kleinarten (Milchkräuter - Leontodon)

Vorkommen:
Fettwiesen, Wegränder, Gärten, Felder, Trifte, nahezu überall

eßbare Pflanze
(Milchsaft roh unbekömmlich)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: (sie wechseln mit der Jahreszeit), Taraxacin, Laevulin,
Carotinoide, Saponin, Wachs, Eiweiß, Fruchtzucker, Inulin (Wurzel),
Bitterstoffe, Flavonoide, Milchsaft Cerylalkohol,
Gerbstoff, Vitamin C u.v.a.
Volksmedizin: die Wurzel bei Lebererkrankungen, sonst harntreibend,
blutreinigend, Stoffwechsel anregend
-> bei Gicht, Rheuma, Skrofulose, Hautekzeme, Flechten,
Blutkrankheiten, Fettsucht, Darmträgheit
Zuckerkrankheit, u.v.a.
-> Löwenzahn-Sirup aus den Blüten ist gesund und köstlich
Naturheilverfahren:
Homöopathie (Rheuma, Leberleiden, Diabetes u.v.m.)

Geschichtliches:
Der Löwenzahn wurde zurerst von den arabischen
Ärzten Rhazes und Ibn Sina (Avicenna) erwähnt.
Weder Plinius noch Hildegard von Bingen beschreiben den Löwenzahn.
Er schien auch im Altertum unbekannt zu sein.
Erst Hieronymus Bock lieferte eine brauchbare Beschreibung.

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