Kurzbeschreibung Pflanzen I J K - mein Pflanzen Bilder Buch

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Kurzbeschreibung Pflanzen I J K

Steckbriefe > Steckbriefe A - K
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Immergrün kleines - Vinca minor 



weitere Bezeichnungen:
Singrün

Blütengröße/Blütezeit:
2,5 bis 3 cm; März bis Juni

Pflanzengröße:
15 bis 20 cm

weitere/ähnliche Arten:
krautiges Immergrün (Vinca herbacea)
Madagaskar Immergrün (Vinca rosea, Heimat Madagaskar,
hier kultiviert; Heilpflanze)

Vorkommen:
schattiger Waldboden, unter Hecken, an Böschungen,
auf steinigem Grund

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Alkaloid Vincamin, Gerbstoffe,
Bitterstoff Vinicin, Flavonoide
Volksmedizin: blutstillend, Hautleiden, Verbesserung der
Durchblutung des Kopfes und des Herzmuskels,
Blutdruck senkend

Immergrün großes - Vinca major 



weitere Bezeichnungen:
Singrün

Blütengröße/Blütezeit:
3 bis 5 cm; März bis Juni

Pflanzengröße:
bis 30 cm hoch

weitere/ähnliche Arten:
krautiges Immergrün (Vinca herbacea)
Madagaskar-Immergrün (Vinca rosea)

Vorkommen:
Zierpflanze, gelegentlich verwildert,
Heimat ist das Mittelmeergebiet
Neophyt

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
 wie das kleine Immergrün

Sommer Jasmin - Philadelphus coronarius 



weitere Bezeichnungen
falscher Jasmin, gewöhnlicher Pfeifenstrauch, Bauern-Jasmin
Europäischer Pfeifenstrauch, Blasser Pfeifenstrauch

Blütengröße/Blütezeit
ca. 3 bis 4 cm groß und stark duftend, besonders am Spätnachmittag
Mai bis Juni

Pflanzengröße
2 bis 5 m hoch

Vorkommen
Trockengebüsche, sonnige Lagen
weitere/ähnliche Arten
viele Zuchtsorten
Gelber oder Winter Jasmin ( echter Jasmin - Jasminum nudiflorum)

Geschichtliches
Der Sommer Jasmin kam als Zierpflanze im 16. Jh. nach Mitteleuropa.


japanischer Flügelknöterich - Fallopia japonica 
(Reynoutria japonica; Polygonum cuspidatum)

 

weitere Bezeichnungen:
japanischer Staudenknöterich, Kamtschatka Knöterich,
Japanknöterich

-> Neophyt und invasive Pflanzen Art
-> leider oft im Wald (illegale Kompost-Beseitigung) anzutreffen,
wo er die einheimische Vegetation verdrängt
durch massenhafte Vermehrung (Rhizome)

-> die Ausbreitung sollte unbedingt vermieden werden (keine
Gartenabfälle im Wald oder sogar Neupflanzung)

-> in der Schweiz und in Großbritannien sind jeglicher
Gebrauch oder die eigene Duldung verboten

Johanniskraut echtes - Hypericum perforatum 



weitere Bezeichnungen:
Tüpfel Johanniskraut, Tüpfel-Hartheu, Johannisblut, Wundkraut,
Blutkraut, Herrgottsblut, Teufelsflucht,  Alfblut, Wilde Gartheil,
Mannskraft, Hexenkraut (viele Pflanzen wurden so genannt),
Christi Kreuzblut, Frauenkraut, Johanniswurz,
Herrgotts Wundenkraut

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 3 cm, Mai bis September (etwa um "Johanni" 24. Juni)

Pflanzengröße:
40 bis 80 cm

weitere/ähnliche Arten:
Sumpf-Johanniskraut (Hypericum elodes)
Kantiges Johanniskraut Hypericum maculatum)
niederliegendes Johanniskraut (Hypericum humifusum)
behaartes Johanniskraut (Hypericum hirsutum)
Flügel-Hartheu (Hypericum tetrapterum)
Schönes Johanniskraut (Hypericum pulchrum)
Großblütiges (immergrünes) Johanniskraut (Hypericum calycinum)
u.v.a. ca. 200 Arten

Vorkommen:
Wald- und Wegränder, Magerwiesen, Heiden, Ruderalstellen,
überw. auf trockenem Boden

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Hypericin, ein roter Farbstoff (phosphosensibilisierend,
entzündungshemmend und antiviral), Gerbstoffe, ätherische Öle,
Rutin, Cholin, Flavone usw.
Volksmedizin: Verstimmungszustände (Altersdepression),
Klimakterium (Wechseljahre), hormonelle Störungen
u.v.m.
Naturheilverfahren: Johanniskrautöl gegen Brandwunden,
frische blutende Wunden, Muskelverletzungen,
Blutergüsse, Quetschungen, Geschwüre,
Hautpflege (trocken, schuppig)
Homöopathie ("Arnika der Nerven") u.v.m.
Schulmedizin: Präparate in der Apotheke

Geschichtliches:
Im Mittelalter sollte das Johanniskraut die Kraft gegen Zauberei
und den Teufel haben (Aberglaube).
Dioskurides erwähnte das Johanniskraut bereits und viele danach.
Bei den Germanen sollte das Johanniskraut
vor Blitzschlag schützen:
Dazu wurden Johanniskrautkränze nach dem Erlöschen
des Sonnenwendfeuers auf's Dach des Hauses geworfen.

Kamille echte - Matricaria recutita (chamomilla) 



weitere Bezeichnungen:
Apfelblümlein, Garnille, Kamelle, Helmriegen, Kummerblume, Mutterkraut,
Mariamagdalenakraut, Romerei, Muskatblume, Apfelkraut, Haugenblume
Kühmelle u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit:
1 bis 2,5 cm; Juni bis September

Pflanzengröße:
bis 50 cm
-> die echte Kamille ist eindeutig erkennbar am
hohlen Blütenboden und dem intensivem Geruch

weitere/ähnliche Arten:
römische Kamille (Anthemis nobilis)
strahllose Kamille (Matricaria discoidea)
stinkende Hundskamille (Anthemis cotula)
Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis)
geruchlose Kamille (Matricaria inodora)

Vorkommen:
-> auf Äckern (im Getreidefeld) ohne Pestizide
ist die Kamille am wertvollsten,
Brachfelder, Wegraine und trockene, sonnig warme Böden

-> Achtung: wachsen echte Kamillen trotz
vorangegangener Düngungen oder Pestizideinwirkungen,
sind sie nicht zu empfehlen

-> die Herkunft ist entscheidend für ihre heilsamen Inhaltstoffe!


Die echte Kamille sollte geschützt sein (ist sie aber nicht), da
sie als Ackerunkraut immer noch bekämpft wird;
Aufgrund des hohen Bedarfs wird
die echte Kamille kulturmäßig angebaut.

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl -> echtes hoch heilwirksames Kamillenöl
ist tiefblau aufgrund des hohen Azulen Gehalts (und entsprechend teuer)
-> nur die echte Kamille hat dieses Azulen!

-> sie ist eine der wertvollsten Heilpflanzen überhaupt!

weitere Inhaltstoffe: Harz, Gummi, Gerbstoff, Wachs, Fett,
Linolsäure, Cholin, Schwefel, Kalzium, Dioxykumarin
Salizylsäure, u.v.a.
Die echte Kamille wird sowohl in der Volksmedizin,
allen Naturheilverfahren und der
Allgemein Medizin sowie in der Kosmetik eingesetzt.

Die Reihe der Anwendungen aufgrund der antiseptischen Wirkung
ist immens lang, darum muss an dieser Stelle auf
weiterführende Literatur verwiesen werden.

Geschichtliches:
Die echte Kamille ist wohl das Heilkraut der Heilkräuter
und seit Menschen Gedenken bekannt.

Kamille strahllos - Matricaria discoidea (matricarioides) 



Blütengröße/Blütezeit:
5 bis 9 mm; Mai bis September

Pflanzengröße:
10 bis 30 cm; fruchtig duftend

weitere/ähnliche Arten:
geruchlose Kamille (Tripleurospermum inodorum oder
Matricaria indora)
echte Kamille (Chamomilla recutita oder
Matricaria chamomilla)
u.v.a.

Vorkommen:
Ödland, bebaute Felder, trockene Waldränder,
auch direkt auf Wegen, sie ist trittfest

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Flavonoide, Cumarinderivate
Volksmedizin: krampflösend, wurmtreibend (aber nicht so
entzündungshemmend wie die echte Kamille)

Wilde Karde - Dipsacus fullonum (sylvestris) 



weitere Bezeichnungen
Weber-Karde

Blütengröße/Blütezeit
Einzelblüten ca. 5 mm;Juli/August

Pflanzengröße
bis 1,5 m hoch

Vorkommen
Straßenränder, Wegränder, Brachland, Gras bewachsene Stellen

weitere/ähnliche Arten
behaarte Karde (Dipsacus pilosus)
Echte Weber-Karde (Dipsacus sativa)

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung
Inhaltsstoffe: Inulin, Saponine u.a.

Volksmedizin
-> äußerlich Kardensalbe bei eingerissenen Hautstellen
-> innerlich unterstützend bei Krebsleiden
Naturheilverfahren: Kardentinktur zusätzlich zum Antibiotika bei Zeckenbissen

Geschichtliches
Die Fruchtstände der Wilden Karde und auch der Echten Weber-Karde wurden
zum Aufrauhen von Wollstoffen verwendet.


Klappertopf kleiner - Rhinanthus minor 



Blütengröße/Blütezeit:
nur ca. 1,3 bis 1,5 cm, Mai bis August

Pflanzengröße:
20 bis 40 cm

weitere/ähnliche Arten:
zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus)
großer Klappertopf (Rhinanthus grandiflorus oder serotinus)

Vorkommen:
offene grasbewachsene Standorte wie Magerrasen,
helle Wegränder, liebt kalkhaltigen Boden
Wiesen Schmarotzer

giftige Pflanze (Aucubin)

Geschichtliches:
Früher kam es zu Vergiftungen, wenn der Samen des Klappertopfs
ins Brotgetreide kam. Der Klappertopf wurde auch gegen Läuse
und andere Plagegeister verwendet.

Blut-Klee - Trifolium incarnatum 


weitere Bezeichnungen:
italienischer Klee, Rosenklee

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis ca. 6 cm; Mai bis Juni

Pflanzengröße:
20 bis ca. 50 cm

weitere/ähnliche Arten:
Pupur-Klee (Trifolium rubens)
mittlerer Klee (Trifolium medium)
Wiesen Klee (Trifolium pratense) u.v.a.

Vorkommen:
lockere Lehm-oder Sandböden, mehr steiniger Lehm,
Wiesen, Weiden, Acker, etwas Frost empfindlich
-> der Blut Klee wird gern als Futtermittel angebaut
-> er kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum
-> hier (nördlich liegend) seltener, z. T. verwildert

eßbare Pflanze


Hasenklee - Trifolium arvense 



weitere Bezeichnungen:
Acker- oder Katzenklee

Blütengröße/Blütezeit:
Köpfchen 1 bis 2 cm, lang Mai bis Juli

Pflanzengröße:
bis 30 cm

weitere/ähnliche Arten:
Fuchsschwanz oder Purpurklee (Trifolium rubens) u.v.a.

Vorkommen:
trockene Wiesen, Heiden, Brachland,
kalkfreier sandiger Boden

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: gerbstoffreich, Harze, Schleimstoffe, Vitamin C
Volksmedizin: Das blühende Kraut des Hasenklees diente
früher als Hausmittel bei Durchfall.

Hornklee - Lotus corniculatus 



weitere Bezeichnungen:
Wiesen-Hornklee

Blütengröße/Blütezeit:
1 bis 2 cm, Juni bis September

Pflanzengröße:
5 bis 30 cm

weitere/ähnliche Arten:
Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
Hufeisenklee (Hippocrepis cornosa)
Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
u.v.a.

Vorkommen:
Fettwiesen, Weiden, Wegränder, Gebüsche

giftige Pflanze (schwach)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Cyanwasserstoffe (beim Kochen ohne Deckel entweichen sie)
Tannine, Flavonoide
Volksmedizin: Der Tee aus den Blüten des Hornklees soll
krampflösend und beruhigend wirken.
-> Der Hornklee wird oft als Futterpflanze ausgesät, wegen
der antiparasitären Wirkung beim Weidevieh.

Klee Steinklee weiß - Melilotus albus 



Klee Steinklee echter - Melilotus officinalis



weitere Bezeichnungen:
Bokharaklee, Honigklee, Ackerhonigklee

Blütengröße/Blütezeit:
bis 7 mm, Mai bis August

Pflanzengröße:
bis 1,2 m hoch

weitere/ähnliche Arten:
hoher Steinklee (Melilotus altissimus)
Salzsteinklee (Melilotus dentata)

Vorkommen:
Wegränder, Waldränder, Bahndämme, Schuttplätze,
Kiesgruben,kalkhaltiger Boden

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Cumarin beim Trocknen, Flavonoide,
Gerb- und Schleimstoffe u.v.a.
-> bei zu hoher Cumarin Dosierung können Kopfschmerzen
oder Schwindel auftreten
Volksmedizin: harntreibende, blutverdünnende, entzündungshemmende,
durchblutungsfördernde Wirkung,
äußerlich gegen Prellungen, Schwellungen und
Blutergüssen in Form von Umschlägen oder Salben

Geschichtliches:
Die getrockneten, gemahlenen Blüten des Steinklees wurden früher
wie Zimt verwendet (kleine Dosierung).
Im Altertum wurde der Steinklee (alle Arten)
oft verwendet, bevorzugt äußerlich.

Klee Wald-Sauerklee - Oxalis acetosella<A NAME="Wald Sauerklee">&nbsp; </A>



Blütengröße/Blütezeit:
max. 1,5 cm; April bis Juni

Pflanzengröße:
bis 12 cm hoch

weitere/ähnliche Arten:
Aufrechter oder steifer Sauerklee (Oxalis stricta)
Gehörnter oder hornfrüchtiger Sauerklee (Oxalis corniculata)
-> als Zimmerpflanze der in Mexiko beheimatete
 „Glücksklee” (Oxalis deppei) mit vierteiligen Blättern
und viele kultivierte Freiland Arten
weltweit ca. 850 Arten

Vorkommen:
krautreiche Wälder, saure Böden

giftige Pflanze (schwach)
eßbar bedingt

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Oxalsäure, Kleesalze, Vitamin C u.v.a.
Volksmedizin: Sauerklee wurde früher gegen Skorbut
und Hautkrankheiten eingesetzt.
Der Suerklee besitzt wurmtreibende, entzündungshemmende,
zusammenziehende (adstringierende) fiebersenkende Wirkung.
Naturheilverfahren: Homöopathie (Stoffwechselschwäche u.v.a.)

Geschichtliches:
Das Salz des Wald Sauerklees benutzte man früher zur Flecken Entfernung
bei Rost oder Blut und zum Bleichen.

Weißklee - Trifolium repens 



weitere Bezeichnungen:
Bienenklee, Klewerweiß, Lämmerklee, Schafklee,
weiße Fleischblumen

Blütengröße/Blütezeit:
7 bis 10 mm; Juni bis September

Pflanzengröße:
5 bis 20 cm

weitere/ähnliche Arten:
Wiesenklee (Trifolium pratense)
Erdbeer-Klee (Trifolium fragiferum)
Goldklee (Trofolium aureum oder strepens)
Feldklee (Trifolium campestre)
Alpenklee (Trifolium alpinum)
Mittlerer Klee (Trifolium medium)
Hasenklee (Trifolium arvense)
Braunklee (Trifolium badium)
Inkarnatklee (Trifolium incarnatum)
Zwerg-Klee (Trifolium dubium)
u.v.m.

Vorkommen:
Wiesen, Weiden, Straßenränder, Grünflächen aller Art,
Bodenverbesserer, Futterpflanze, Bienenweide,
nährstoffreiche fette Böden,
mögen aber keine Staunässe oder Frühjahrsfrost

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Gerbstofffe, Schleimstoffe, Cumarine, Flavonoide
Volksmedizin: gegen Gicht, Rheuma, Weißfluss, blutreinigender Tee

Geschichtliches:
Die Kleearten wurden von Dr.Andreas Matthiolus bereits 1570 erwähnt.

Wiesenklee - Trifolium pratense 



weitere Bezeichnungen:
Fleischklee, Feldknoppern, Futterklee, Himmelsbrot,
Honigklee, Sügerli, Zuckerblümli

Blütengröße/Blütezeit:
1,5 bis 3cm; Mai bis September

Pflanzengröße:
20 bis 50 cm

weitere/ähnliche Arten:
Weißklee (Trifolium repens)
Erdbeer-Klee (Trifolium fragiferum)
Goldklee (Trofolium aureum o. strepens)
Feldklee (Trifolium campestre)
Alpenklee (Trifolium alpinum)
Mittlerer Klee (Trifolium medium)
Hasenklee (Trifolium arvense)
Braunklee (Trifolium badium)
Inkarnatklee (Trifolium incarnatum)
Zwerg-Klee (Trifolium dubium)
u.v.m.

Vorkommen:
Wiesen, Weiden, Straßenränder, Grünflächen aller Art,
Bodenverbesserer, Futterpflanze
Bienenweide, nährstoffreiche fette Böden,
mögen aber keine Staunässe oder Frühjahrsfrost

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Schleimstoffe, Cumarine, Flavonoide
Volksmedizin: äußerlich nass-feuchte Teeumschläge zur
Erweichung verhärteter Drüsen sowie bei
rheumatischen oder gichtischen Schmerzen,
Tee zur Anregung der Leber- und
Gallentätigkeit, blutreinigend

Geschichtliches:
Die Kleearten wurden von Dr.Andreas Matthiolus bereits 1570 erwähnt.

Klette große - Arctium lappa 



weitere Bezeichnungen:
Klitzebusch, Wolfskraut, Kladdebusch, Bollstern,
Haarballe, Haarwachswürze
Klibusch, Klebern, Kirmsen usw.

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 2,5 cm; Juli bis September

Pflanzengröße:
80 cm bis 1,6 m

weitere/ähnliche Arten:
kleine Klette (Arctium minus)
filzige Klette (Arctium tomentosum)
u.v.a.

Vorkommen:
Waldlichtungen, helle Wegränder, Ödland

eßbare Pflanzenteile (Wurzel)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Inulin, Phytosterine, Schleim,
Polyacetylen (hemmt Pilze und Bakterien), Gerbstoff, Protein
Volksmedizin: die Wurzel, früher bei Magenbeschwerden,
harntreibend, schweißtreibend, blutreinigend,
giftstoffentziehend; äußerlich bei Hautkrankheiten;
das Wurzel Gemüse ist sehr geeignet für Zuckerkranke;
Klettenwurzel Tee bei Leber- und Gallenstörungen u.v.m.

-> das heute noch in den Drogerien zu findende
„Klettenwurzel-Haaröl” hilft prima gegen Schuppen
bei zu trockener Kopfhaut
Naturheilverfahren: Homöopathie (Hautkrankheiten)
Chinesische Medizin: Die große Klette wird in Asien
oft als Wurzelgemüse angebaut.

Geschichtliches:
Mehrere Klettenwurzel Arten wurden bei Galen bereits erwähnt.
Auch im Mittelalter wurde die Klettenwurzel verwendet.
1951 entwickelte der Schweizer Ingeneur G. de Mestral
das Klettband zum Patent. Die Grundlage war die Eigenschaft
der Kletten, überall und an sich selbst sich festzuhaken.

Knoblauchsrauke gewöhnliche - Alliaria petiolata 



weitere Bezeichnungen:
Knoblauch-Hederich, Lauch-Hederich,
gewöhnliches Lauchkraut

Blütengröße/Blütezeit:
3 bis 5 mm; April bis Juni

Pflanzengröße:
40 cm bis 1,2 m

weitere/ähnliche Arten:
keine

Vorkommen:
Wald- und Wegränder, offene Gebüsche,
halbschattig, kalkhaltiger Boden
-> die Raupen des schönen Aurora Falters fressen gern
den Samen der Knoblauchrauke

eßbare Pflanze
(ein gesunder „Weg-Snag”)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Saponine, Zuckerstoffe, Knoblauchöl, ätherisches Öl,
geringe Mengen herzwirksamer Gykoside, Vitamin A und C,  u.v.m.
Volksmedizin: Der durch Auspressen gewonnene Saft der Blätter
wurde bei schlecht heilenden Wunden, Geschwüren und
Brandverletzungen mit einer Umschlagtinktur verwendet.
Früher verwendete man die Knoblauchrauke gegen
Atmwegserkrankungen, bei Asthma, als Gurgelmittel.
Die Knoblauchsrauke hat antibakterielle Wirkung,
wurmtreibend, blutreinigend.
Äußerliche Verwendung als Breiumschlag bei
Insektenstichen und eiternden Wunden usw.

Geschichtliches:
Es gibt Hinweise, dass die Knoblauchrauke schon in der Steinzeit
gegessen und verwendet wurde.

Knopfkraut behaartes -
Galinsoga quadriradiata (ciliata) 



weitere Bezeichnungen:
Franzosenkraut

Blütengröße/Blütezeit:
nur ca. 5 bis 7 mm, April bis Oktober

Pflanzengröße:
10 bis 70 cm

weitere/ähnliche Arten:
kleinblütiges Knopfkraut (Galinsoga parviflora)

Vorkommen:
Äcker, Gärten, Schuttplätze, Wegränder, wärmeliebend,
helle Standorte

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium,
Vitamin A und C, viel Mangan
Naturheilverfahren: Phytotherapie (Tinktur gegen Krebsleiden)
Homöopathie (grippale Infekte)

Geschichtliches:
Der Name „Franzosenkraut” wurde 1830 von Homann
für das Knopfkraut geprägt.

Knoten-Braunwurz - Scrophularia nodosa 



weitere Bezeichnungen:
knotige Braunwurz

Blütengröße/Blütezeit:
nur ca. 7 bis 9 mm, Juni bis August

Pflanzengröße:
50 cm bis 1 m

weitere/ähnliche Arten:
Flügel-Braunwurz (Scrophularia umbrosa)
Wasser-Braunwurz (Scrophularia auriculata)

Vorkommen:
feuter Standort, Ufer, Wiesen, Wald- und Wegränder

giftige Pflanze (schwach)

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Iridoide, Saponine usw.
Volksmedizin: Scrophulosemittel (chronische Lymphschwellungen);
gegen Hautauschläge

Königskerze mehlige - Verbascum lychnitis 



Blütengröße/Blütezeit:
1 bis 1,4 cm; Juni bis September

Pflanzengröße:
50 cm bis 1,5 m

weitere/ähnliche Arten:
größblütige Königskerze (Verbascum densiflorum)
kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus)
schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)
Purpur Königskerze (Verbascum phoeniceum)
u.v.m.

Vorkommen:
Trocken- und halbtrockene Rasen, Kahlschläge,
kalkhaltiger Boden, helle Standorte, wärmeliebend

Verwendung:
-> siehe großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum)

Geschichtliches:
Die Blätter der mehligen Königskerze wurden früher
auch als Lampendochte verwendet.

Königskerze großblütige - Verbasum densiflorum 



weitere Bezeichnungen:
wollige Königskerze, Wollblume

Blütengröße/Blütezeit:
3 bis 4 cm; Juli bis September

Pflanzengröße:
zum Teil über 2 m hoch

weitere/ähnliche Arten:
Motten-Königskerze (Verbascum blattaria - seltener)
kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus)
Purpur- oder Phönizische Königskerze (Verbascum phoeniceum)
mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis)
schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)
flockige Königskerze (Verbascum pulverulentum)
Windblumen-(filzige) Königskerze (Verbascum phlomoides)
weltweit ca. 300 Arten

Vorkommen:
Ruderalflächen, sonnige Standorte, lockere Böden,
trockene und steinige Stellen

Früchte: Samen (giftig)

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Saponine, Iridoide, Flavonoide,
Vitamine B2, B5, B12 und D
-> wirkt entzündungshemmend, schmerzlindern, erweichend,
antibakteriell und antiviral,
adstringierend (zusammenziehend), schleimlösend
Volksmedizin: bei Rheuma, Auswurf förderndes Mittel
bei Hustenreiz; Entzündungen im
Mund- und Rachenraum u.v.m.
Naturheilverfahren: Homöopathie (Atemwegserkrankungen)

Geschichtliches:
Die Griechen schnitten Stängel und Blätter der großblütigen
Königskerze in Streifen und verwendeten diese als Lampendochte
sogar die ganze Pflanze diente in Pech getränkt als Fackel.

Königskerze schwarze - Verbascum nigrum 



Blütengröße/Blütezeit:
1,8 bis 2,5 cm; Juni bis September

Pflanzengröße:
50 cm bis 1,50 m

weitere/ähnliche Arten:
Motten-Königskerze (Verbascum blattaria - seltener)
kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus)
violette od. phönizische Königskerze (Verbascum phoeniceum)
mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis)
flockige Königskerze (Verbascum pulverulentum)
Windblumen- (filzige) Königskerze
-> einige dieser Arten sind sehr selten und stark gefährdet

Vorkommen:
trockenes Grasland, Böschungen, Wegränder, gern halbschattig,
Schutt, Dämme, nicht sehr häufig

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Iridoid Aucubin (entzündungshemmend reizlindernd) u.v.a.
Die Blüten liefern wie bei "Verbascum densiflorum"
ein Öl zum Einreiben bei Rheuma.

Kornblume - Centaurea cyanus 



Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 3 cm; Juni bis September

Pflanzengröße:
bis 90 cm

weitere/ähnliche Arten:
Wiesen-Flockenblume (Cantaurea jacea)
Berg-Flockenblume (Centaurea montana)
Scabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa)
Stern-Flockenblume (Centaurea calcitrapa)
u.v.a.

Vorkommen:
Kornfelder ohne Herbizide, Kulturland, Schuttplätze,
Brachflächen, wärmeliebend
kalkarme nährstoffreiche Böden
Fundort: Reinhardshausen (Hessen)

geschützt/RL:
zum Teil gefährdet durch Pestizide

eßbare Pflanze

Verwendung:
Die Blüten der Kornblume sind oft Schmuckdroge bei
Teemischungen oder können Speisen dekorieren.

Kornelkirsche - Cornus mas 



weitere Bezeichnungen:
gelber Hartriegel, Herlitze, Dirlitze

Blütezeit:
Februar/März/April

Pflanzengröße:
2 bis 6 m hoher Strauch

Früchte:
eßbare rote Beeren mit Stein

weitere/ähnliche Arten:
blutroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
weißfrüchtiger Hartriegel (Cornus sericea)
tatarischer Hartriegel (Cornus alba)
schwedischer Hartriegel (Cornus suecica)
bekannt sind 45 Arten

Vorkommen:
Trockengebüsche, Lichte Trockenwälder, Steinbrüche,
Auwälder, wärmeliebend

eßbare Pflanzenteile

Verwendung:
Früchte enthalten: verschiedene Zucker, Gerbstoffe, Anthozyane,
B-Vitamie, Vitamin C und E, Flavonoide usw.
-> vielseitige Verwendung (Marmeladen, Fruchtspeisen, Likör usw.)

Geschichtliches:
Früher lieferten die Schößlinge der Kornelkirsche
die üblichen „Studenten-Spazierstöcke” („Ziegenhainer”).
Im Altertum machte man aus dem schweren und
harten Holz Wurfspieße.
Griechen und Römer stellten Lanzenschäfte daraus her.
Heute werden daraus Spazierstöcke gemacht.
Schon in Steinzeit und Bronzezeit wurden die Beeren
des Kornelkirschen Strauchs verwendet.
Im Orient wird eine Limonade („Sorbet”) aus
den Beeren hergestellt.
Die nach Vanille duftenden Kerne dienten
damals als Kaffee Ersatz.

Kornrade - Agrostemma githago 



weitere Bezeichnungen:
Höllenkorn

Blütengröße/Blütezeit:
3 bis 5 cm; Mai bis August

Pflanzengröße:
60 bis 100 cm

Vorkommen:
herbizidfreie Flächen (Äcker, Agrarland, Wiesen,
Wegränder, Waldränder), selten
-> Tagfalter lieben die Blüten

geschützt/RL:
stark gefährdet

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Saponine u.a.
Volksmedizin: früher bei Hautleiden
Naturheilverfahren: Homöopathie (Magenschleimhaut-
entzündung, Lähmungen)

Geschichtliches:
Früher gab es Vergiftungen durch verunreinigtes Mehl, was die
giftigen Saponine der Samen der Kornrade enthielt.

Krokus weiß - Crocus albiflorus 

 
weitere Farben: blass-lila-gestreift

Blütengröße/Blütezeit:
4,5 bis 5,5 cm lang;  März bis Juni

Pflanzengröße
8 bis 15 cm

weitere/ähnliche Arten:
nur Kultursorten, die meist verwildert sind:


Frühlings Krokus
(Crocus vernus - kräftiges Blau-Lila und größere Blüten)


Gold- oder Balkan Krokus
(Crocus chrysanthus - große ocker-gelbe Blüten)


Elfen- oder Tommansini Krokus
(Crocus tommansinianus - blass-lila, nicht gestreift
Röhre weiß, oft verwildet)

(kein Bild)
Echter Safran (Crocus sativus - blüht auch
im Herbst allerdings ausschließlich in Kultur)
-> auch der Safran kann in größeren Dosen (6g)
Vergiftungen u. U. mit tödlichem Ausgang hervorrufen!

Vorkommen:
nährstoffreiche Bergwiesen und -weiden,
Kultursorten bis auf den Elfen-Krokus nicht so häufig verwildert

geschützt/RL

alles giftige Pflanzen

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