Kurzbeschreibung Pflanzen E - mein Pflanzen Bilder Buch

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Kurzbeschreibung Pflanzen E

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Eberesche gewöhnliche - Sorbus aucuparia 



weitere Bezeichnungen:
Vogelbeere, Vorgelbeerbaum, Drosselbeere, Krametsbeere, Ziegenobst,
Amselbeer, Gimpelbeer, Judenkirsche, Stinkholz, Wielesche u.v.a.

Blütengröße/Blütezeit:
Einzelblüte max. ca. 1,5 cm, Mai/Juni

Pflanzengröße:
bis 16 m

Früchte:
rote Beeren

weitere/ähnliche Arten:
Mehlbeere (Sorbus aria)
schwedische Mehlbeere (Oxalbeere - Sorbus intermedia)
deutsche Bastard Eberesche (Sorbus x pinnatifida)
Zwerg-Mehlbeere (Sorbus chamaemespilus)
Speierling (Sorbus domestica) u.v.a.

Vorkommen:
lichte Wälder, Waldränder, Hecken, lichtliebend, häufiger Obst- und Zierbaum

eßbare Früchte

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe Beeren: Parasorbinsäure (wirkt abführend und kann
Übelkeit beim Rohverzehr verursachen),
Vitamin C, Provitamin A, Sorbitansäure, Gerbstoff  u.v.a.

-> aus den Beeren der Eberesche kann man eine gute Marmelade oder Gelee herstellen
-> die Beeren der Eberesche sind für Diabetiker geeignet
-> die Ebereschenbeeren sind Bestandteil des Kräuterlikörs „Sechsämtertropfen”

Volksmedizin: Bei fieberhaften Infekten wie Bronschitis oder Lungenentzündung wurde
der frisch gepresste Ebereschenbeerensaft mit Honig gesüßt verabreicht.
Dieser Saft soll auch bei Nierensteinen und Harnbeschwerden helfen.
Auch der Tee aus den frischen Ebereschenbeeren
oder Teemischungen werden empfohlen.
Naturheilverfahren: Homöopathie

Geschichtliches:
Der Name „Eberesche” geht auf die ehemalige Nutzung als Schweinefutter zurück.
Bei den alten Germanen war die Eberesche ein Heilbaum und dem Gott Donar
geweiht, wie auch die Ziegen. Erkrankte Ziegen wurden mit Ebereschenlaub gefüttert.
Die Zweige der Eberesche werden auch als Wünschelrute verwendet.


Bachbungen Ehrenpreis - Veronica beccabunga 



weitere Bezeichnungen:
Bach-Ehrenpreis, Bachbunge

Blütengröße/Blütezeit:
5 bis 8 mm, Mai bis September

Pflanzengröße:
20 bis 60 cm

weitere/ähnliche Arten:
sehr ähnlich ist der Wasser-Ehrenpreis (Veronica anagallis-aquatica)

-> in den gemäßigten Klimazonen gibt es ca. 150 Ehrenpreis Arten,
auch bis zu 2 m hoch werdende Gartenstauden (Veronica virginiana)

Vorkommen:
Ufer, Gräben, Quellen, nasse Waldwege

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: u. a. Flavonoide, Bitterstoffe, Vitamin C
Volksmedizin: wie der Echte Ehrenpreis (Veronica officinalis)
blutreinigend,Cholesterinspiegel senkend, Leber-, Galleleiden,
Verstopfung, Wundreinigung
Naturheilverfahren: Homöopathie (Skrofulose, Harnverhaltung)

Geschichtliches:
Früher wurde der Bachbungen Ehrenpreis bei Blasensteinen und
Zahnfleischbluten verwendet.


Echter Ehrenpreis - Veronica officinalis 



weitere Bezeichnungen
Wald-Ehrenpreis, Allerweltsheil, Frauenlist, Grindheil, Männertreu u.v.a.

Blütengröße/Blütezeit
5 bis 9 mm; Mai bis August

Pflanzengröße
10 bis 30 cm

Vorkommen
helle trockenere Waldränder, durchlässiger sauerer Boden
Magerwiesen, Heiden, verträgt keinen Dünger oder Staunässe

weitere/ähnliche Arten
Gamander Ehrenpreis (Veronica chamardrys)
Quendelblättriger Ehrenpreis (Veronica serpyllifolia)
Persischer Ehrenpreis (Veronica persica)
Bachbungen Ehrenpreis (Veronica beccabunga)
u.v.m.
-> in den gemäßigten Klimazonen gibt es ca. 150 Arten
auch bis zu 2 m hoch werdende Gartenstauden (Veronica virginiana)

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung
Inhaltsstoffe
Gerbstoffe, Bitterstoff, Aucubin

Volksmedizin
Der echte Ehrenpreis wird bei Magen- Darmbeschwerden, Husten, Rheuma u.v.a. verwendet.

Geschichtliches
Der echte Ehrenpreis ist eine alte Heilpflanze und wurde
schon von Hieronymus Bock 1577 erwähnt.
Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp verwendete
den echten Ehrenpreis bei Schwindsucht und Gicht.


Efeu-Ehrenpreis  -  Veronica hederifolia 



Blütengröße/Blütezeit:
winzig nur ca. 3 mm,  März bis Mai

Pflanzengröße:
5 bis 30 cm mehr liegend

weitere/ähnliche Arten:
Faden-Ehrenpreis (Veronica filiformis)
Acker-Ehrenpreis (Veronica arvensis) u.v.a.

Vorkommen:
nährstoffreiche Böden, Gebüsche,
sowohl in Siedlungen wie auch im Wald, häufig

eßbare Pflanze

Gamander Ehrenpreis - Veronica chamaedrys 



Blütengröße/Blütezeit:
9 bis 12 mm, Mai bis August

Pflanzengröße:
15 bis 30 cm

weitere/ähnliche Arten:
sehr ähnlich ist der persische Ehrenpreis (Veronica persica)
und der große Ehrenpreis (Veronica teucrium)

-> in den gemäßigten Klimazonen gibt es ca. 150 Ehrenpreis Arten,
auch bis zu 2 m hoch werdende Gartenstauden (Veronica virginiana)

Vorkommen:
lichte Wälder, Gebüsche, Wiesen, nährstoffreiche Lehmböden

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
-> wie der Echte Ehrenpreis (Veronica officinalis)


Ehrenpreis quendelblättriger - Veronica serpyllifolia 



weitere Bezeichnungen:
Thymian-blättriger Ehrenpreis

Blütengröße/Blütezeit:
nur 5 mm, April bis September

Pflanzengröße: 5 bis 25 cm aufrecht

weitere/ähnliche Arten:
sehr ähnlich ist der "echte" oder Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)

-> in den gemäßigten Klimazonen gibt es ca. 150 Arten, auch bis zu 2 m hoch werdende
Gartenstauden (Veronica virginiana)

Vorkommen:
Frischwiesen, Wege, Äcker, Waldwege

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
-> wie der Echte Ehrenpreis (Veronica officinalis)


Einbeere vierblättrige - Paris quadrifolia 



weitere Bezeichnungen:
vielblättrige Einbeere, Pestbeere

Blütengröße/Blütezeit:
3 bis 5 mm, Mai bis Juni

Pflanzengröße:
20 bis 40 cm

Früchte:
eine schwarze giftige Beere, 1 cm groß

Vorkommen:
Auenwälder, Eichen- Buchewälder, Nadelmischwälder,
schattig, kalkhaltige Böden

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Paristhyphnin, Paridin
Volksmedizin: früher Mittel gegen ansteckende Krankheiten wie Pest
Naturheilverfahren: Homöopathie

Wald- oder wilde Engelwurz - Angelica sylvestris 



weitere Bezeichnungen:
Angolkenwurzel, Spitzgugen, wilde Brustwurz, Läusekraut,
Baumtropfen, Waldbrustwurz u.v.a.

Blütengröße/Blütezeit:
Dolden bis 20 cm
Einzelblütchen nur ca. 5 mm
Juli bis September

Pflanzengröße:
1 bis 2 m hoch

weitere/ähnliche Arten:
echte Engelwurz (Angelica archangelica, angebaut und teilweise verwildert)
Wiesen Bärenklau (Heracleum sphondylium)
Meisterwurz (Imperatoria ostruthium)

Vorkommen:
feuchte Wiesen, offene krautige und nasse Waldränder, Grabenränder

eßbare Pflanzenteile

Heilpflanze/Verwendung:
wie die echte Engelwurz
Inhaltsstoffe: Angelikasäure, Apfel- Baldrian- Essig- Oxal- Bersteinsäure,
Harze, Bitterstoffe, ätherisches Öl u.a.

Die Anwendungen der Angelika (Engelwurz) sind sehr umfangreich
wie bei Erkrankungen im Magen-Darmbereich:
Blähungen, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Darmentzündung (Enteritis),
Dickdarmentzündung (Colitis), sogar bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
im Anfangsstadium sowie sekretfördernd bei allen Katharren usw. usf.
-> es gibt in den Apotheken entsprechende Medikamente
-> Homöopathie (Verschleimung von Lunge und Magen, Schlaflosigkeit,
Nervosität, Asthma u.v.a.)
Chinesische Medizin: Herz- Kreislauf, Nierenmittel, Verdauungsbeschwerden

Geschichtliches:
Kräuterpfarrer Kneipp lobte den Tee aus der Wurzel der wilden Engelwurz,
der sehr blutreinigend wirkt, Sodbrennen behebt, den Schleim in der Luftröhre löst usw.
Bereits 3000 v.Ch. wurde eine Abart der europäischen Angelika (Engelwurz)
im Kräuterbuch des Kaisers Shing-nong gelobt und nennt sich bis heute Tang-Kuei.


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