Kurzbeschreibung Pflanzen B und C - mein Pflanzen Bilder Buch

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Kurzbeschreibung Pflanzen B und C

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Echtes Barbarakraut - Barbarea vulgaris 


weitere Bezeichnungen
echte Winterkresse, gemeine Wasserkresse, Senfkraut u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit
ca. 6 bis 8 mm; Mai bis August

Pflanzengröße
30 bis 90 cm hoch

Vorkommen
Gräben, Ufer, umgebrochene Böden, frische Ruderalstellen (Pionierpflanze)
halbschattige feuchte und lehmige Böden

weitere/ähnliche Arten
mittleres Barbarakraut (Barbarea intermedia)
steifes Barbarakraut (Barbarea stricta)

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung
Inhaltsstoffe
Vitamin C vor allem inden Blättern, Glucosinolate
Das Barbarakraut soll blutreinigende, harntreibende und
appetitanregende Wirkung haben.

Geschichtliches
Früher wurden die Blattrosetten des Barbarakrauts in Bauerngärten
gezogen, um im Winter oder dem beginnenden Frühjahr einen vitaminreichen Salat zu haben.


Bär-Lauch - Allium ursinum 



weitere Bezeichnungen
Bären-Lauch, wilder Knoblauch

Blütengröße/Blütezeit
1 bis 2 cm, April bis Juni

Pflanzengröße
bis 45 cm hoch

Vorkommen
fechte, nährstoffreiche Böden, Laubmischwälder, Gebüsche
Hecken, schattige Bachufer

weitere/ähnliche Arten
Allermannsharnisch (Allium victorialis)

 
eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung
Inhaltsstoffe
Alliin, Allicin, Flavonoide, Vitamine (A,B,C)

Der Bär-Lauch soll Blutdruck senkend, Blut verdünnend und
Cholesterin senkend wirken.
Verdauungstörungen, und Hautausschläge sind auch
Einsatzgebiete des Bär-Lauchs.
Am häufigsten wird der Bär-Lauch jedoch als leckeres Wildkraut verzehrt.

-> Ungeübte Sammler laufen Gefahr, die Blätter mit denen
der giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose
oder Aronstab zu verwechseln.

Geschichtliches
Den Zwiebelsaft des Bär-Lauchs verwendete man früher bei Rheuma.
Der Bär-Lauch ist eine alte Heil- und Nutzpflanze mit einer Reihe von Anwendungen.


Baldrian - Valeriana officinalis 


weitere Bezeichnungen:
Hexenkraut (viele Pflanzen wurden so benannt), Katzenkraut (Katzen sind wild danach),
Ballerjan, Boldrian, Tollerjan

Blütengröße/Blütezeit:
Doldenblüten, Einzelblütchen nur 3 bis 6 mm
Mai bis September

Pflanzengröße:
30 cm bis 150 cm

Früchte:
kleine Früchte (4mm), Schirmchenflieger

weitere ähnliche Arten:
Valeriana pratensis, Valeriana wallrothii
Valeriana repens, Valeriana sambucifolia
Valeriana dioica (Sumpf-Baldrian)
Valeriana celtica (echter Speik)
usw. weltweit 400 Arten

Vorkommen:
Haine, Hochstaudenflure, Moorwiesen, nasse Gräben, lichte Wälder

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Wurzeln
Volksmedizin: Beruhigung, krampflösend, gegen Nervosität, bei Halsbeschwerden
Naturheilverfahren: dto.
Schulmedizin: dto.
Chinesische Medizin: ähnliche Verwendung wie dem Ginseng (kräftigend)

Geschichtliches:
Wegen seines schweißähnlichen Geruchs wurde der Baldrian früher zur Hexenabwehr benutzt.
Der Baldrian diente auch als Abführmittel gegen Spulwürmer (bei Kindern).


Kleiner Baldrian - Valeriana dioica 



weitere Bezeichnungen
Sumpf-Baldrian, zweihäusiger Baldrian

Blütengröße/Blütezeit
die Einzelblütchen 1,5 bis 3 mm; Mai/Juni

Pflanzengröße
bis ca. 30 cm hoch

Vorkommen
feuchter Standort, Gräben, Moore, kalkreiche nasse Wiesen, Torfböden
-> die Raupen des gefährdeten
Baldrian-Scheckenfalter fressen nur den Baldrian

weitere/ähnliche Arten
Valeriana officinalis (echter Baldrian)
Valeriana pratensis
Valeriana wallrothii
Valeriana repens
Valeriana sambucifolia
Valeriana celtica (echter Speik)
usw.
-> weltweit gibt es ca. 400 Arten

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung
-> ähnlich wie der echte Baldrian


Beinwell gemeiner - Symphytum officinale 

 

weitere Bezeichnungen:
Beinbrechwell, Wallwurz, Brechwurz, Schwarzwurz, Arznei-Beinwell

Blütengröße/Blütezeit:
1,5 cm, Mai bis August

Pflanzengröße:
30 cm bis 1,20 m

weitere ähnliche Arten:
Symphytum tuberosum (Knoten-Beinwell)
Symphytum bulbosum (Knollen-Beinwell)
Symphytum asperum (rauher Beinwell)

Vorkommen:
Moorwiesen, Auenwälder, Ufer, Gräben, feuchte und humose Böden,
Ruderalstellen

schwach giftige Pflanze:
die Wurzel ist alkaloidfrei

eßbare Pflanzenteile:
nur junge Blätter und Blüten, kleine Mengen

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Alantoin, Inulin, Kieselsäure,
ätherische Öle (entzündungshemmend,
Wund heilend und Husten lindernd)
Volksmedizin: dto.
Naturheilverfahren: dto.
Schulmedizin: schlecht heilende Wunden, Knochenbrüche, Prellungen,
Knochenhautreizungen, Blutergüsse, Drüsenschwellungen (Brust) u.v.m.



Herzblättrige Bergenie - Bergenia cordifolia 



Blütengröße/Blütezeit
ca. 1 bis 2 cm; Mai/Juni

Pflanzengröße
bis ca. 50 cm hoch

Vorkommen
Gartenpflanze, deren Ursprung im Himalaja und dem Altaigebirge in Sibirien liegt.
Die Bergenie kommt nahezu mit jedem Standort zurecht.
Trifft man sie vereinzelt im Wald an, könnte sie dorthin gepflanzt worden sein.

weitere/ähnliche Arten
Bergenia crassifolia und viele Züchtungen und Hybriden

Bergsandglöckchen - Jasione montana 



weitere Bezeichnungen:
Berg-Jasione, Bergsandköpfchen, Schafrapunzel

Blütengröße/Blütezeit:
1 bis 2,5 cm, Juni bis Oktober

Pflanzengröße:
20 bis 50 cm

weitere ähnliche Arten:
ausdauernde Sandrapunzel (Jasione laevis) - selten

Vorkommen:
Heidegebiete, trockene Wiesen, Sandboden, Brachland,
trockene Föhrenwälder, kalkmeidend



Besenginster - Cytisus scoparius (Sarothamnus scoparius) 



weitere Bezeichnungen:
Brambusch, Gaist, Genester, Besenkraut, Besenstrauch

Blütengröße/Blütezeit:
1,6 bis 1,8 cm; April bis Juni

Pflanzengröße:
1 bis 2 m hoch

weitere ähnliche Arten:
Deutscher Ginster (Genista germanica)
Englischer Ginster ( Genista anglica)
Regensburger Zwergginster (Chamaecytisus ratisbonensis)
behaarter Ginster (Genista pilosa)
Färber Ginster (Genista tinktoria)
Flügel Ginster (Genista sagittalis)
Ruten Ginster (Genista radiata)
usw.

Vorkommen:
Kahlschläge, bodensaure Eichenwälder, Waldränder, Heiden, kalkmeidend

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Alkaloide mit Spartein
Schulmedizin: Rohstoff für Herz- und Kreislaufmittel, bei Herzrhytmusstörungen,
Geburtshilfe zur Wehenförderung

Geschichtliches:
Die Zweige des Besenginsters wurden früher zu Besen verarbeitet.
Die Knospen des Besenginsters wurden als Kapern gegessen und mit der Rinde
wurde Leder gegerbt. Der Besenginster lieferte Bastfasern für Seile und grobe Stoffe.



Blutweiderich - Lythrum salicaria 


weitere Bezeichnungen:
Rosen-Weiderich

Blütengröße/Blütezeit:
1 bis 1,5 cm, Juni bis September

Pflanzengröße:
0,5 bis 2 m

weitere Arten:
Ysop-Weiderich (Lythrum hyssopifolia, selten u. geschützt)
Rutenblutweiderich (Lythrum virgatum)

Vorkommen:
Gräben, Ufer, nasse Wiesen, Sümpfe, Schilfgürtelränder

eßbare Pflanzenteile

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Salicarin, Flavone, Gerbstoff, Cholin, Pektin
Volksmedizin: blutstillend, bei Durchfällen wie Ruhr und Typhus,
Atemwegskatharre, Asthma,Entzündungen im Mund, Rachen, Magenschleimhaut,
Hämorrhoiden, Ekzeme
Naturheilverfahren: Homöopathie: Asthma, Erkältungskrankheiten,
Oberbauchbeschwerden

Geschichtliches:
Die jungen Sprosse des Blutweiderichs  wurden in Notzeiten als Gemüse verzehrt.



Brunelle - Prunella vulgaris 



weitere Bezeichnungen:
Braunelle

Blütengröße/Blütezeit:
1 bis 2 cm, Juni bis August, manchmal auch länger bis November

Pflanzengröße:
5 bis 30 cm hoch

weitere/ähnliche Arten:
großblütige Braunelle (Prunella grandiflora)
und Gartenhybriden

Vorkommen:
Wiesen, Heiden, Wegränder, Trockengräben, Moorwiesen, Waldwege, Ufer

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Flavonoide,
Harz, insges. antibiotische Wirkung
Volksmedizin: bei Magen-, Darmbeschwerden; Augenleiden, Wundheilung
Chinesische Medizin: gegen Herpesviren auch gegen Krebs und TBC

Geschichtliches:
Damals wurde die Braunelle gegen Diphterie, bei Rachen- und
Halsentzündungen (Gurgelwasser) und gegen braune Hautverfärbungen eigesetzt.



Brombeere echte - Rubus fruticosus 



weitere Bezeichnungen:
Bramberi,  Brämel, Brambeeren, Brennbeeren, Hirschbollen

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 3 cm, Mai bis September

Pflanzengröße:
0,5 bis 2 m

Früchte:
schwarze Beeren, gesund

weitere/ähnliche Arten:
bereifte Brombeere (Kratzbeere - Rubus caesius)
graue oder Filz-Brombeere (Rubus canescens)
u.v.m.

Vorkommen:
Kahlschläge, Hecken, Wälder, Heiden, fast überall

eßbare Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Provitamin A und Vitamin E, B, Flavonoide,
Magnesium und Eisen, Antioxidantien
Volksmedizin: Blätter bei Magen-, Darmleiden, entwässernd,
Blätter als Ersatz für schwarzen Tee, Tee bei Durchfall,
Gurgelwasser gegen Mundentzündungen

Geschichtliches:
Die Brombeere ist eine der ältesten Drogen und findet bereits bei
Dioskurides und Theophrast Erwähnung.


Buschwindröschen - Anemone nemorosa 

 

weitere Bezeichnungen:
Anemone, Wald-Anemone

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 4 cm, März bis Mai

Pflanzengröße:
5 bis 25 cm

weitere/ähnliche Arten:
gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides)
großes Windröschen (Anemone sylvestris)
Garten-Anemone (Anemone coronaria)
Berg-Anemone (Anemone blanda)
Herbst-Anemone (Anemone hupehensis, Strauch) u.v.a.

Vorkommen:
Laub- und Mischwälder, Wiesen, Hecken, Feldränder

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: u.a. Protoanemonin
Volksmedizin: Früher wurde das Buschwindröschen gegen
Gelenkbeschwerden, Rheuma u.v.a. eingesetzt.
Naturheilverfahren: Homöopathie (Zyklusstörungen)

Geschichtliches:
Das Gift des Buschwindröschchens wurde früher als Pfeilgift verwendet.



Christrose - Helleborus nigra 



weitere Bezeichnungen:
Schneerose, schwarze Nieswurz, Alröschen, Christrose, Eisblume, Güllwurz, Hainwurz
Krätzenbleaml, Schelmrosen u.v.m.

Blütengröße/Blütezeit:
bis 7 cm, Januar bis April, vereinzelt bereits früher

Pflanzengröße:
bis 35 cm

weitere/ähnliche Arten:
stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)
grüne Nieswurz (Helleborus viridis)
Helleborus atrorubens  und
Helleborus abchasicus blühen rot
und viele Hybriden, Kulturformen für den Garten

Vorkommen:
kalkhaltige Böden, lichte Wälder, Gebüsche

geschützt/RL

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: Saponine, Protoanemonine, Glykosid Hellebrin u.a.
Volksmedizin: die Wurzel wurde bei Herzinsuffizienz eingesetzt, als Brechmittel und
Abführmittel, narkotisierende Wirkung
Naturheilverfahren: Homöopathie

Geschichtliches:
Im Altertum wusste man bereits um die starke Giftigkeit der Christrose.
So soll Solon 600 v.Ch. einen Bach mit den zerkleinerten Rhizomen vergiftet haben,
um den Feind, der sein Wasser daraus entnahm, kampfunfähig zu machen.
Auch benutzte man die Christrose im Altertum als Heilmittel bei
Epilepsie und Geisteskrankheiten. Die pulverisierten Wurzeln waren
Bestandteil des „Schneeberger Schnupftabaks”.
Aufgrund der Blütezeit („heilige Zeit”) spielte die Christrose im Aberglauben
eine große Rolle. Sie soll mit besonderen Kräften böse Geister fern halten oder
die Pest heilen können. Die Bauern steckten die Blüten in die Ohren
ihrer Schweine, um sie gegen die Schweinepest zu schützen.



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