Kurzbeschreibung Pflanzen A - mein Pflanzen Bilder Buch

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Kurzbeschreibung Pflanzen A

Steckbriefe > Steckbriefe A - K
Bookmark and Share
Acker-Gauchheil - Anagallis arvensis 



-> gehört zu den Primelgewächsen

weitere Bezeichnungen
Wetterkraut, Nebelpflanze, Weinbergstern

Blütengröße/Blütezeit
0,5 bis 0,7 cm/Juni bis Oktober
-> die sehr kleinen Blüten sind nur am  Vormittag
geöffnet, bis ca. 14 Uhr, oder sie öffnen sich garnicht,
wenn schlechtes Wetter ist bzw. kommt

Pflanzengröße
meist liegend bis 20 cm

weitere/ähnliche Arten
blauer Gauchheil (Anagallis monelli bzw. foemina/Mittelmeerraum)
Anagallis grandiflora (Gartenzüchtung)
Zwerg Gauchheil (Anagallis minima)

Vorkommen
Ruderalpflanze, Äcker (ohne Pestizit behandelt),
lockere nährstoffreiche Böden

giftige Pflanze (besonders für Tiere)

Heilpflanze/Verwendung
Der Acker-Gauchheil war eine ehemalige Arneipflanze.
Aufgrund der Giftigkeit kommt sie nur noch als sehr geringer Bestandteil
in homöopathischen Mitteln zur Verwendung.
Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe
Volksmedizin:
Früher wurde der Acker-Gauchheil gegen Geschwüre und
sogar gegen sogenannte Dummheit (Geisteskrankheiten) verwendet.
Naturheilverfahren:
Homöopathie (Leber- und Gallenleiden)

Geschichtliches
Das gepulverte Kraut des Acker-Gauchheils wurde bereits von Hippokrates
bei Geschwüren auf der Haut und den Schleimhäuten verwendet.


Spitz-Ahorn - Acer platanoides 



Blütezeit:
März bis April, bevor die Blätter austreiben

Pflanzengröße:
Baum mit 25 bis 30 m

Früchte:
2-fächrige Spaltfrüchte (Schraubenflieger)

weitere/ähnliche Arten:
Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
Feld-Ahorn (Acer campestre)
Eschen-Ahorn (Acer negundo)
Silber-Ahorn (Acer saccharinum)
Zucker-Ahorn (Acer saccharum)
u.v.a. ca. 200 Arten

Vorkommen:
nährstoffreiche Böden, bevorzugt Hanglagen, krautreiche Laubwälder, Parkanlagen

eßbare Pflanzenteile:
die ganz jungen Blätter und Blüten

Verwendung:
wertvolles Nutzholz

Geschichtliches:
Der Saft wurde im zeitigen Frühjahr damals zur Zucker Gewinnung benutzt (Rohrzucker).



Akelei gewöhnliche - Aquilegia vulgaris 





Blütengröße/Blütezeit:
bis 5 cm, Mai bis Juli

Pflanzengröße:
bis 1 m hoch

weitere Arten:
Aquilegia atrata hat bräunlich-rote bis schwarz-violette Blüten
Aquilegia einseleana ist blau-violett mit nicht gebogenen Spornen
Aquilegia alpina hat Blüten bis 8 cm groß

Vorkommen:
Laubwälder mit höherem Humusgehalt, Trockenrasen, wärmeliebend

geschützt/RL:
alle Arten

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung:
Früher wurde sie als Heilpflanze verwendet, heute wegen der Gifitgkeit nicht mehr.
In der Homöopathie findet man noch Potenzen.


Akelei wilde - Aquilegia atrata 



Blütengröße/Blütezeit
ca. 4 bis 6 cm, Mai bis Juli
-> die Staubblätter sind aus der Blüte herausragend

Pflanzengröße
20 bis 60 hoch

weitere Arten
gewöhnliche Akelei (Aqulegia vulgaris) in vielen Farben
Aquilegia einseleana ist blau-violett mit nicht gebogenen Spornen
Aquilegia alpina hat Blüten bis zu 8 cm groß
Japanische Akelei (Aquilegia flabellata) blüht hellgelb
bis weiß mit dunkellia Spornen
und viele Kreuzungen

Vorkommen
Kiefernwälder, Trockenrasen, Wärme- und Kalk liebend
bis in höhere Berglagen

geschützt/RL

giftige Pflanze

Heilpflanze/Verwendung
Früher wurde die Akelei als Heilpflanze verwendet, heute wegen der Gifitgkeit
nicht mehr. In der Homöopathie findet man noch Potenzen.


Aronstab - Arum maculatum 



Blütengröße/Blütezeit:
bis 25 cm Hochblatt (Aasgeruch), April bis Mai

Pflanzengröße:
15 bis 40 cm hoch

Früchte:
giftige rote Beeren

Vorkommen:
Laubmischwälder, vor allem Buchen- und Auwälder, kalkliebend

giftige Pflanze:
vor allem die Beeren

Geschichtliches:
Damals wurden die Wurzelknollen (sehr stärkehaltig) des Aronstabs geröstet und gegessen.
Davon ist nach heutigem Kenntnisstand sehr abzuraten!


Acker-Witwenblume 
Knautia arvensis oder Scabiosa arvensis



weitere Bezeichnungen:
Wiesen-Witwenblume, Acker-Knautie, Spinatblume

Blütengröße/Blütezeit:
2 bis 4 cm; Juni bis September

Pflanzengröße:
30 bis 80 cm

weitere/ähnliche Arten:
Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
Wald-Witwenblume (Knautia sylvatica)
Graue Skabiose (Scabiosa canscens)
Glänzende Scabiose (Scabiosa lucida)
gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca)

-> Skabiosen haben 4-zählige Einzelblütchen,
 die Witwenblumen immer 5-zählige

Vorkommen:
nährstoff- und basenreicher Boden; Wiesen, Raine, liebt die Wärme

eßbare Pflanzenteile

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltstoffe: Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Glykoside
Volksmedizin: Sie wurde früher bei Hautausschlägen und anderen Hautleiden,
bei Blasenentzündung, Husten und Halsentzündung verwendet.
Die Tinktur oder der Tee dienten zur Blutreinigung. u.v.m.

Geschichtliches:
Die wissenschaftliche Bezeichnung erinnert an den Arzt und Botaniker
Christian Knaut (1653 - 1716) aus Halle.


Apfel wilder - Malus sylvestris 



weitere Bezeichnungen:
Holzapfel, Hagapfel, Hölteke

Blütengröße/Blütezeit:
ca. 3 cm; April bis Mai

Pflanzengröße:
großer Strauch oder Baum mit stumpfen Dornen

Früchte:
kleine saure Äpfel

weitere/ähnliche Arten:
Kultur-Apfel (Malus domestica) mit mehr als 50 Arten und
inzwischen mehr als 20 000 Sorten

Vorkommen:
lichte Wälder, sonnige Abhänge und Wegränder

eßbare Früchte

Heilpflanze/Verwendung:
Inhaltsstoffe: die Apfel-Frucht enthält Vitamine A, B und C (besonders
in der Schale); Lävulose, Dextrose, Rohrzucker, Apfelsäure, Zitronensäure,
Bersteinsäure, Oxalsäure, Milchsäure, Pektin, Wachs,
Spurenelemente(u.a. Phosphor), Gerbsäure, Salicylsäure u.v.a.
Volksmedizin: gegen Durchfall wie auch Verstopfung gut;
bei Darminfektionen (die Pektine nehmen die Darmgiftstoffe auf und
die Gerbstoffe wirken antiseptisch); positiver Einfluss auf den
Stoffwechsel insgesamt (gegen Übersäuerung z. B.);
Verzehr hilft bei Gicht und Rheuma und
beugt Arterienverkalkung vor; usw.

Geschichtliches:
Der Apfel ist seit dem Altertum bekannt.
Karl der Große ordnete um 800 nach Christi an, in deutschen Ländern
Apfelbäume zu pflanzen. Bereits 1600 gab es um die 200 Apfelsorten.


Aufrechter Augentrost - Euphrasia stricta 



weitere Bezeichnungen
steifer Augentrost, Heide-Augentrost, Augenmild, Hirnkraut
Nitnützle, Weißes Ruhrkraut, Milchdieb, Augendank, Wiesenröserl

Blütengröße/Blütezeit
ca. 5 mm; Juni bis September

Pflanzengröße
bis 25 cm

Vorkommen
Magerwiesen, Weiden, Sandböden
-> die Vorkommen sind stark rückläufig (Überdüngungen)

weitere/ähnliche Arten
Wiesen-Augentrost, auch gewöhnlicher (Euphrasia officinalis)
-> in Europa gibt es etwa 30 Arten, die allerdings
nur schwer von einander unterscheidbar sind

giftige Pflanze  

Heilpflanze/Verwendung
Inhaltsstoffe
der Augentrost enthält das Glycosid Aucubin
Sowohl in der Volksmedizin, Naturheilverfahren und der Schulmedizin
wird die antiseptische Wirkung des Augentrost bei Augenleiden eingesetzt.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü